• Freitag, 14.05.2021

    THIS STACCATO LIFE

    09:29h. Freitag. Wieder. Again. Das ist die zugrundeliegende Rhythmusstruktur unserer durch- und erlebten Zeit. Jahre, Monate, Tage usw., sichtbar oben rechts im Monitor, sichtbar auch in rot oder schwarz auf dem Klappkalender im Stile des Klappkalenderrealismus, mit Kulli beschreibbar, erweiterbar. Freitag also, wieder, warum geht das alles so schnell – klingen kürzer als es der Notenwert eigentlich vorschreibt: staccato.

    Gestern zero Feiertag für mich, weil wir, “die Jungs”, noch den Aufbau für die Brötzmann-Ausstellung abzuschließen hatten, so trafen wir uns schon um 11 Uhr wieder im Raum, in der leeren und traurigen Innenstadt, denn es mussten noch die großen Leinwände aufgehängt, die Stellagen bisschen angemalt und Listen angefertigt , und zum Schluß, wie immer, wenn man was zum Aufleuchten bringen will, geputzt und aufgeräumt werden.

  • Donnerstag, 13.05.2021

    IT’S NOT WHAT I MADE UP. IT WAS WHAT WAS MADE UP FOR ME. MADE UP. I MADE UP WHAT WAS MADE UP.

    “(…) It is possible to make art making use of a variety of reprensentational conventions without resorting to a confessional impulse. It is possible to make art with a psychological content not depending on narcissistic exhibitionism. It is possible to make art about personality while remaining indifferent to self-expression. It is possible to make art addressing itself to affect and sentiment without losing a sense of irony and detachment. (…)”

    aus: Tom Lawson, The Uses Of Representation, Flash Art Magazine, 1979

  • Mittwoch, 12.05.2021

    Ich las von einer Motten-Art, einer Nachtfalter-Art, die sich ausschließlich von den Tränen größerer Landsäugetiere ernährt.

    Spätabends rief M. noch an, Kenny Schachter war tagsüber in der Galerie, ein unangekündigtes Kamerateam gleich mit dabei. Am Ende lagen da drei Verträge vor M., agreements und disclosures und whatnots.

    Die Tage sind feuchte Lappen, überall Blumen und nasse Mäntel.