• Donnerstag, 11.03.2021

    IM MEDIENVERBUND

    Ein Sturm soll aufziehen, heute, hier, in diesen Landen, und schon gestern Nacht, als ich nach 120 Seiten Eurotrash das berühmte Licht ausknipste, rauschte draußen der Regen, vom Wind wie kleine knisternde Perlen umhergeschleudert. Dieses Geräusch, wenn der Regen kaskadenartig herabfällt – als hätte jemand den Sound tausender im Gleichschritt marschierender Wehrmachtstruppen, wie man es aus Weltkriegsdokus kennt, ein bisschen hochgepitcht.

    take my head
    and mike my brain

    Das Buch selbst, Eurotrash, gefiel mir bis zu dieser Stelle hin recht gut, aber jetzt, so kommts mir vor, nimmt das Buch eine Wendung, die ich, glaube ich, leider s c h a d e finde, weil es…. okay, aber erst zu Ende lesen, ich will nicht zu schnell urteilen, will mich lieber noch etwas ausliefern. Von der Gestaltung des Buches bin ich jedoch “enttäuscht” (Sandro Wagner), wobei der Schriftsatz in der Perpetua super aussieht.

    Er ist der
    international
    erfolgreichste
    deutsche Maler

  • Dienstag, 09.03.2021

    DARKNESS LOOMING, NFTs BOOMING

    Ja, okay, ich bin ein bisschen erleichtert, dass Friederike es in ihrem Eintrag hingeschrieben hat: anstrengend. Nicht schlimm jetzt, klar, es liegt ja an mir, zb das Telefon nicht zu oft zu benutzen, um sich den ganzen content “zu geben”, das ganze “Signalverstärke” (Kittler), aber dieses Überperformative, der aufdringliche Dauersymbolismus, der in die täglichen, medialen Versorgungsketten reingepowert wird, und dieser Effekt von Exklamationsverausgabung, den man bildlich beimischt, ist halt wirklich anstrengend als Schleife, als Loop. Es entsteht keine Konstante, nur peaks und lows. Es ist ja dann doch, neben dem wuchtigen politischen Moment, auch ein ästhetischer, über den die Botschaft sozusagen beworben wird, ein Erkennen. Und was ich sehe, wenn sich die Pulks und Grüppchen mit ihren Schildern und Slogans hinstellen, die Münder zum Triumphschrei aufgerissen, wie bei jubelnden Fußballern, als Standbild auch noch irgendwie “statuisiert”, dann kann ich nicht umhin, eigentlich, vielleicht irrationalerweise, das Individium zu sehen, jeden Einzelnen in seinem Sozial- und Wirkungsdrang, dem kleinen ICH dahinter, das sich aus empfundener Minderwertigkeit erhebt und sich dem Cosplay der Macht hingibt. Ok, aber vielleicht raffe ich es auch einfach nicht, vielleicht MUSS man es so machen, und ich bin selbst zu individuell versaut für den Ruck, der durch Deutschland…

    Schönes Telefonat mit H. in die Schweiz. Die großen Gefühle: eines davon ist ja, sich noch in etwas Formloses zu stürzen, mit den Eimern voll.

    Und M. hat Albert Oehlen getroffen, auch das ist schön. Schon lustig, die Nähe zu manchen Planeten, die man unendlich entfernt glaubt.

    I wish them well

  • Sonntag, 07.03.2021

    THROUGH SHEER EFFORT, IMAGINATION, AND CREATIVITY

    Deine Bildschirmzeit war letzte Woche 20% weniger, d.h. durchschnittlich 1 Stunde und 56 Minuten am Tag.

    Von dieser Information durch das Display meines Telefons hindurch angeduzt. Ein Sonntag im Jahre 2021.