• Sonntag, 27.12.2020

    HYMNEN FÜR DIE WEIHNACHTSVESPER

    Drei Tage vergehen, und es ist, als starre man auf den ominösen grauen Fleck an der Wand. Angenehm. Aber auch ein Hinweis darauf, dass es im sog. nächsten Jahr wieder neu losgehen muss, von Neuem, von Vorn. Stunden auf Youtube über Sidechaining, Mid/Side EQing usw., überhaupt Schritte und Techniken, die ich bisher in Ableton nie wirklich angewendet hatte. Die letzten Seiten von American Psycho. Scott McClanahans Sarah liegt hier auch, ganz in Gelb, Geschenk von Friederike. Oliver schrieb mir gestern, die japanische Compilation sei bei ihm angekommen, die wolle er mir schenken, auch darüber freue ich mich extrem. Über Ann Wilson & The Daybreaks komme ich auf den Kearney Barton Sampler. Die Nachbarn sammeln ihre riesigen, leergesoffenen Fanta- und Colaflaschen in einem ALDI Kunstfaserbeutel, den sie VOR ihre Wohnungstür gehängt haben, als sei man stolz auf die vernichteten und vulgären Mengen von Zucker, der blockiert und aufputscht gleichzeitig, der diese Menschen in ihre Spannung versetzt, über die sie selbst, offensichtlich, nichts wissen.

    Ich liege hier auf neuem Kissen und Matratze, die ich von meinen Eltern geschenkt bekommen habe, es ist Sonntag, böig, grau, die Zeit, es ist 12:42h. Seit 9 Monaten, 2 Wochen, 2 Tagen, oder 41 Wochen, 4 Tagen oder 291 Tagen sind COVID TIMES.

  • Montag, 21.12.2020

    GREAT STROKES

    Eine Woche des Nichtstuns. Ich verfrachte meinen Körper ins Atelier: er will nicht, er steht mit dem Arsch an der Heizung. Mechanisch werden einzelne Bewegungen ausgeführt. Auch der Geist sendet nicht viel, will vielleicht sagen: lass gut sein, grade läuft jeder Gedanke gebündelt, wie ein einsamer Laser, direkt hoch ins All. Um darüber nicht unzufrieden zu werden, und damit man sich nicht in einer überkritischen Haltung gegen sich selbst wendet, erinnere ich mich: es kommt schon. Im Rucksack griffbereit, wie als Schwester dieses Gedankens: eine Kombizange.

  • Montag, 14.12.2020

    WE GO TO BADEN BADEN

    Bis Anfang Januar müsste ich schon noch warten, so die Frau am Telefon, vorher ginge es nicht, also bis dahin kann ich die Mischbatterie der Wanne nicht auf den Duschbetrieb umstellen, kann also nicht duschen, muss also, s o l l t e also eine ausschließlich aus Bädern bestehende Waschtechnik mir aneignen, die sich also auf den Abend hin konzentrieren wird, ein approach des VORWASCHENS, weil morgens ein Bad nehmen – das geht mir nicht “in den Kopf”, das ist wie in Radlermontur raus, also undenkbar, schwer vorstellbar, kaum zu machen, es sei denn, es geht hier irgendwie um ein perverses Spiel eines Erpressers oder ähnliches. Gewisse Dinge sind also nur begrenzt veränderbar, man gibt sich dennoch – inshallah – größte Mühe und will sich möglichst wenig irritieren lassen in den immer fluide in einem wohnenden Standards der Lebensbewältigung.

    Favre entlassen. Kann man Hasenhüttl aus seinem Southamptoner Vertrag lösen? Das schlage ich vor.

    Wer bekam gestern den Zuschlag für mein sog. “Heidelberg – New York” Patch-Work-Painting? Ich weiß es noch nicht. Aber es ist nicht ins Leere gegangen.

    In 12 Minuten geht die Sonne unter.