• Sonntag, 13.12.2020

    WEEKEND IN DER FREIEN WELT

    Statt dem angedachten Fondue gab es die von Sascha selbstdesignte “Pizza Stronzo”, auch wir, unsere Dreiergruppe, fuhr also die Betriebsamkeit herunter, wir konzentrierten uns auf Essentials, gedachten dabei aber den breiteren ästhetischen Konzepten, den Dingen, den Details und Accessoires, die wir missten, die jedoch, aufgrund der allgemeinen Situation, verschwimmen, irgendwie schwer in diese Realität zu überführen waren, ohne dabei einen gewissen Verlust zu spüren, eine Unangebrachtheit. Dazu tranken wir Bitburger Pils bzw. Neumarkter Lammsbräu Zwickl. Zum Herrenhäuser Pils, dem Bier Hannovers, sagt man in Hannover “Herri” (”Jetzt brauch ich erstmal ein Herri”).

    Auf dem Weg zu Sascha sammelte ich noch den “Kakashi” Repress von Yasuaki Shimizu ein, da ich den Hinweisen Jim O’Rourkes zu japanischem “Experimental Pop” nachgehen wollte. And so I did.

  • Freitag, 11.12.2020

    Der rumänische vierte Offizielle. EIN ROMAN.

    Als Präambel schlägt das Gremium vor:

    Die Einheit von Identität und Differenz heißt Distanz.

     – Niklas Luhmann

  • Donnerstag, 10.12.2020

    KEIN GEHIRN IST ALLEIN

    Vorhin explodierte eine kleine 60ml Flasche “Kurkuma Power Shot” im Kühlschrank. Durch ein für mich nicht konkret zu lokalisierendes PLOPP angedeutet. Wie eine Kuh lugte ich weltnaiv in die Küche, und fand: nichts. Erst Minuten später, als ich den Kühlschrank öffnete, da sah ich, was passiert war. Ockergelbe, pulpofaserige Flüssigkeit, herausgewuchtet ins Innere des Kühlschranks, durch die Ritzen der Acrylfächer rinnend: ich sah gelbe Mangrovenwälder darin. Der Kurkuma hatte bereits dünn seine Existenz in Spuren auf der Gummierung hinterlassen. Ich musste mit dem Schwamm richtig reinrubbeln. Wie SCHNELL so eine raffinierte Flüssigkeit seinen Platz in der Realitätssumme eingeschrieben hatte. Welche Fähigkeiten hat also der Mensch, wenn selbst ein Saft….