• Donnerstag, 05.11.2020

    STOSSDÄMPFER, SCHWEBEND

    In kaltem Nebelumschlag –

    Um halb Neun bekam ich von Behrang ein Foto, Marzellenstraße Ecke Trankgasse, der Dom in dichten Nebel gehüllt, leer, nein VERLASSEN und grau die Straße. Wo ist das Portal zu dieser Welt. Nebel und Schnee, die Verhüller der Welt.

    Grade aus Neugier nachgeschlagen, im Geiste des Projekts Tagebuch-Parallelitäten, was Kempowski am 5. November 1991 in “Somnia” notiert hatte, was ihm da passiert war, was politisch los war usw. Ich blieb aber hängen an der Stelle, wo er von den brennenden Ölquellen im Irak schreibt, diese seien von ungarischen Kanonen quasi ausgepustet worden. Und da fiel mir ein: das ist doch Sorcerer, der William-Friedkin-Film.

    der USER

    Heute: George Kuchar’s Weather Diary 1989 und 1990

  • Mittwoch, 04.11.2020

    11:22h.

    Sollte diese vorläufige Statistik zutreffen, wäre das eine – Max Goldt würde sagen – knusprige Pointe.

  • Dienstag, 03.11.2020

    WAHRSCHEINLICH MENSCHLICHES VERSAGEN

    Sanfte Wintersonne am Morgen, fast Neune. Wieder gewinnt die sattgelbe Garderobe der Bäume den battle for eyeballs – einfach schön, befriedend, jeden Tag.

    Ein GANZ normaler Tag in der BuRe Deutschland also. Wahltag jedoch im liebsten shithole country, und in Wien war gestern Terror, wie ich jetzt hier lese, gestern hatte ich davon, tief eingegraben ins Atelier, nichts mitbekommen. Also unsere Jihadis haben sich da mal überlegt, daß man jetzt mal im Lockdown bisschen Terror [sic] machen könnte, Karneval ist ja abgesagt, okay, verstehe. 

    Mitch Hedberg meinte, Rollkragenpullover, das ist ein Gefühl, als würde man ständig von einem s e h r schwachen Mann gewürgt. So fühlt sich das Jahr an. Ich würde gerne ins Museum gehen, aus Lust, aus Trotz.

    Nicht Orwell, sondern Huxley, das sieht man doch, steht doch alles da.

    Hallo, wir sind die SCHUTTHAUFEN, und wir spielen jetzt live.