I MADE FRIENDS WITH SURVEILLANCE SALES PEOPLE, TEIL 1
07:14h. Erwacht mit unbegründeter Zuversicht. Wie damit umgehen? Sie annehmen – oder sie auseinandernehmen, mit all den Dingen, die man weiß, und die man meint Wissen zu nennen – ok, ich nehme das Paket an. Es hängen etwas schlaff, aber in ihrer nun etwas lila gewordenen, dunklen Anmut meine Lilien wie kleine, sterbende Vivienne Westwoods.
In the News
Artists for Biden
– äh nein, vielen Dank, grad nicht
Zum Begriff der “Arbeit”: ich habe mich immer geweigert, den Begriff der “Arbeit” (oder “Arbeiten”, für das künstlerische Endergebnis, für die Idee, die wieauchimmer jetzt, aber definitiv irgendwie formalisiert jetzt dasteht in der Welt) zu verwenden, mittlerweile habe ich das zwar aus praktischen Gründen übernommen, es wird sonst zu anstrengend, immer meine HALTUNG dazu zu erklären, die halten mich ja alle für nicht ganz stabil dann, und – wohl auch als Zeichen nach aussen hin, dass ich mich dieser Sphäre angehörig zeige, aber theoretisch empfinde ich es noch immer als bisschen eklig. Kunst ist Kunst, nicht Arbeit. “Werk” geht natürlich gar nicht, das ist für bereits lebendig Verwesende und Altfranken. Ich würde auch ganz automatisch Otto hören, wie er, nach kurzer Augenpause, sagen würde: “Wichser”.
20:21h.
Wir wollen doch alle gesund bleiben –
in der SCHÖNSTEN Stadt Deutschlands
so lallte es ganz in echt und ohne Witz und gnadenlos durch die KVB heute über die Lautsprecher in den Wagen hinein, in diesem bis oben hin vollen, kölschen Autoritätston, der bezüglich solcher Ansagen auch keinerlei Widerworte… aber da hatte ich auch schon wieder mein Buch aufgeschlagen und las weiter über Arminius Laschet, Charlemagnes Erben.