DEAR BETTY
Am Ende dieses Dokufilms Key To The Riddle aus 1999, über den Maler Forrest Bess, kommt nochmal einer seiner Nachbarn und Freunde zu Wort, der, Bess war bereits krank und schwach, für ihn Lebensmittel einkaufen ging und hin und wieder nach ihm sah. Eines Tages also, da kam Roy wieder bei Forrest vorbei und brachte ihm die groceries (was für ein schönes und rätselhaftes Wort / https://www.youtube.com/watch?v=ZdMnIHluDVE) und Bess sagte Hey Roy warte mal, ich hab was für dich, und der Nachbar Roy bekam als Dank ein Bild geschenkt, eine Malerei in dem für Bess durchaus üblichen kleinen Format und mit den dicken und groben Leisten aus verlebtem Holz, die Bess stets um seine Bilder baute, die diese kleinen bemalten Flächen einfingen, damit ja nichts aus der Essenz dieser Bilder in fremde Wände verlief, alles immer bei sich und in Fassung blieb, und sie gleichsam fast portalisch zu einem hin öffnete. Und dieses geschenkte Bild wurde da am Ende kurz eingeblendet, und es ist ein nochmal außergewöhnlich schönes, dunkles und ja, ich dachte kurz: außergewöhnlich repräsentatives Bild. Es sah im ersten Moment wie ein Heuballen aus, der im Dunkel der Nacht lichterloh brennt, und von einer Art Bretterzaunkonstruktion herab wird dieses lodernde Feuer nochmal mit einem gleißend weißen Bällchen aus Licht beleuchtet, und die Schemen des Zauns sind vom abstrahlenden Feuerlicht orange illuminiert, wie skelettierte Arme, die in der Nähe Sonnenkugel schweben.
My paintings
are tomorrow’s paintings
Dear Betty,
und ich – ich lerne in diesen trüben Tagen bewusst an etwas anderes zu denken.