12:01h. Wenn man sieht, daß im sog. Deutschland Twitter das Wort SATIRE trendet, weiß man, es ist ein düsterer, vollkommen humorloser und hirntoter Tag
12:01h. Wenn man sieht, daß im sog. Deutschland Twitter das Wort SATIRE trendet, weiß man, es ist ein düsterer, vollkommen humorloser und hirntoter Tag
THE FIRST ALL-BLACK PINGPONG TEAM
Der Himmel heute Morgen: ein umspannender Schleier aus Wolken, die Bäuche blaugrau, das Licht wie durch große Diffusoren gebrochen. Die Dinge sehen einfach ein bisschen anders aus, und ich bin ein besserer Mensch als gestern. Diese Abwechslung aus schneidend hellen Morgen und solchen wie heute: beruhigend, notwendig vielleicht. Gestern durch GEDANKEN vergifteter Tag, wahnsinnig anstrengend, diese inneren Unwetter durch sich hindurchziehen zu sehen, und man kann wenig machen, kann nur versuchen, geradewegs durch zu arbeiten, dabei bloß nicht auf die Idee kommen, das Gearbeitete zu stark prüfend mitlaufen zu lassen, versuchen, im Köpfchen eine Monorail zu bauen, auf der man relativ sicher abends zuhause ankommt. Bitter: an solchen Tagen erfahre ich allein von den ganzen kranken Sorgen, dass es mich gibt. Na, stimmt so nicht, am Telefon redet L. mir Vernunft ein, das gehört sich so.
Entscheiden ist notwendig,
und zugleich
für andere gefährlich
soweit das Luhmann-Gedicht.
Der Bauzaun um die jüngst versetzte Tischtennisplatte ist weg. Das wollte ich hier noch unbedingt hinnotieren.
LOB DES SAALTEXTES
Von einer inneren Jazzflöte profund berührt im Herzen kamen mir bisschen Tränchen, als mir morgens im Bett einfiel, dass L. ja heute wieder fährt, und dass es jetzt erstmal so weitergeht, mit dem bisschen Sehen, und dann wieder wochenlang nicht, und in diesen Lücken, da ist ein anstrengendes Leben, entschuldigung, ich will nicht jammern, aber: es ist doch alles irgendwie ziemlich anstrengend, oder nicht? Aber warum so melo, warum diese innere Kriegsführung. Dienstag waren wir ein bisschen durchs Museum gestreift, haben uns ein paar BILDER angesehen, und da war diese angenehme Einsicht, dass sie einfach zum Teil ganz andere Sachen gut findet, als ich, andere Dinge interessant und andere Dinge sieht (oder nicht sieht) in den Bildern. Mir war kurz, als sei nun die JUGEND vollends von mir abgefallen, weil eine irgendwie immer angeordnete Sucht nach Gemeinsamkeit abgelöst wurde durch eine Freude an der Andersartigkeit des anderen. Ähnlich, aber doch eben ein bisschen anders. Oder so. Ich bin ja noch am lernen dran.
Im Museum dafür wieder dieses Gefühl, da ganz aufgehen zu können, in den Lichtern, in den Wänden, in die Rahmen, ja in die Leinwandoberflächen hinein. Ich bekomme einfach gute Laune in diesen Räumen.