CREATE BOLDLY
In der einen Ecke des Internets bedrängt mich ein demonstrativ guter, weißer und natürlich besessener junger Mann wegen der Sache der socio political revolution, aus einer anderen bekomme ich eine Anfrage für ein “Interview”, das in Wirklichkeit ein generisches Questionnaire ist, die Fragen sind zeittypisch unspezifisch und zielen eher auf eine kurze Identitätsbeschreibung und einen Vibe hin, denn wirklich auf meine sog. Arbeit und was das alles soll. Eines Morgens also fand sich Schorsch Samsa zu einer Gratis-Content-Maschine verwandelt wieder, bitte alles ausfüllen, und noch paar Megabyte an Bildern dazu, und dann über die “exposure” freuen und schön am Ausgang Danke sagen, ich sage: Danke am Ausgang. Papi ist im Netz, verschissene Welt.
Nein, halt, so verschissen nicht, denn die Woche rast hier gut durch das Kalenderwochenraster, von Fleiss etwas abgemildert, und die Beschreibung durch die Zeit selbst ist im Privatbereich eher schön, denn in dieser Zeit ist auch L.

Auf der Kottbusser Straße eine alte Revlon Kampagne mit der, wie ich mir sicher bin, jungen Marisa Tomei? “Be glamorous” als Slogan heute undenkbar.