• Montag, 06.04.2020

    IN TIROL SAGT MAN AUF/ZU-WETTER, DUNKEL UND HELL

    Erbärmlich geradezu mein Wissen, mein Nicht-Wissen, über Bäume und Pflanzen, wie ich neulich zu Sascha sagte, auf einer der Parkbänke im Stadtgarten, während ein Schwarm grüner Halsbandsittiche durch die hohen, nackten Kronen jener Bäume jagte, die wir nicht näher benennen konnten, weil wir urbane Trottel sind. Ja, damit wird es nichts mehr in diesem Leben. Ratlos saßen wir dort. Macht aber nichts, dafür weiß Sascha alles über Phil Ochs.

    Jetzt suche ich ein bestimmtes Gemälde von Robert Desnos über Google Suche, aber kann es nicht finden, bzw. nur als Stock-Photo, mit digitalen Wasserzeichen überall, die sich wie ein Ausschlag über das Bild verteilen. Schade.

    Gestern Nachmittag überkam mich ein Angst-Anfall, der oftmals wie als Nebengeräusch, wie als Nebengeflüster auch die abstrakte Information an den finsteren Verhandlungstisch mitbringt, welches den Tod, oder das “Konzept” des Todes, in einer ganz bestimmten Art präsentiert: als ein Ausweg, den sich jeder leisten kann, egal wie gestört die Systeme sind, egal wie blockiert der Geldverkehr, egal wie der Frühling seine Kelche schon füllt. 

  • Freitag, 03.04.2020

    CAMILLE PAGLIA NACHTRÄGLICH ZUM GEBURTSTAG

    Glaube, sehr viele Menschen sind überrascht, von und über sich selbst, WIE gut sie eigentlich improvisieren können, wenn es die Zustände dringlich machen. So im Sinne von: nicht die Umstände, in denen wir leben sind pervers, sondern glücklicherweise wir. 

  • Mittwoch, 01.04.2020

    “Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich, wenn ich das Atelier verlasse und ins Haus gehe und über das nachdenke, was ich getan habe, mir am liebsten vorstelle, dass ich eine Welt von Menschen im Atelier zurückgelassen habe. Eine Welt von Menschen. Tatsächlich sind sie realer als die Welt, die ich sehe. Ich hätte kein Vergnügen daran, in meiner Küche zu stehen, mit einem Drink, und aus dem Fenster zum Atelier hinüberzusehen und dabei zu denken, dass ich dort nur eine Welt von Beziehungen und Streifen zurückgelassen habe.”

    aus einem Vortrag von Philip Guston, 1978.

    – aus der neuen Serie VON MIR BISHER NUR DIFFUS EMPFUNDEN, VON ANDEREN GUT GESAGT

    Gestern die sog. Soforthilfe für Künstler beantragt. Es ist ja Krieg…

    Nowhere
    Nothing/
    To Hustle
    To Grind