L’EREMITA SONO IO
Tag 11. Die Sonne beginnt nun langsam zu powern. Man bildet sich ein, mit dem Flug hier runter—weitaus südlicher, als ich es in meiner vagen Vorstellung gespeichert hatte—würde man sich über die Erdkrümmung hinweg auch der Sonne annähern. HYPERBOLA.
Der Geruch der Tage verändert sich ebenfalls beständig. Auf den grünen Hängen links von mir wird eifrig verbrannt, es ist wohl, wie Marco neulich im Auto meinte, jetzt die Zeit dafür. Gestern, am Pasquetta, lag eine beständige Note von verbrennendem Holz, der feiertagsbedingten Grigliata wegen, über der ganzen Stadt.
Neben dem neueren „Logbuch“ (beginnend in 2021), in dem die Stipendiaten der Villa ihren jeweiligen Nachfolgenden Berichte/Empfehlungen/Erfahrungen usw. hinterlassen, gibt es ein Faksimile der ersten (?) Version, die mit dem ersten Eintrag bis in den Juli 1992 zurückgeht. Eine, wie ich gerade merke, ziemlich interessante und eigene: TEXTSORTE.
„In gewissem Sinne verdirbt die auf eine Textsorte spezialisierte Gewohnheit den Leser für die Lektüre andersartiger Texte (…)“, schreibt Luhmann.
Es ist jetzt 12:33h.