• Freitag, 03.04.2020

    CAMILLE PAGLIA NACHTRÄGLICH ZUM GEBURTSTAG

    Glaube, sehr viele Menschen sind überrascht, von und über sich selbst, WIE gut sie eigentlich improvisieren können, wenn es die Zustände dringlich machen. So im Sinne von: nicht die Umstände, in denen wir leben sind pervers, sondern glücklicherweise wir. 

  • Mittwoch, 01.04.2020

    “Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich, wenn ich das Atelier verlasse und ins Haus gehe und über das nachdenke, was ich getan habe, mir am liebsten vorstelle, dass ich eine Welt von Menschen im Atelier zurückgelassen habe. Eine Welt von Menschen. Tatsächlich sind sie realer als die Welt, die ich sehe. Ich hätte kein Vergnügen daran, in meiner Küche zu stehen, mit einem Drink, und aus dem Fenster zum Atelier hinüberzusehen und dabei zu denken, dass ich dort nur eine Welt von Beziehungen und Streifen zurückgelassen habe.”

    aus einem Vortrag von Philip Guston, 1978.

    – aus der neuen Serie VON MIR BISHER NUR DIFFUS EMPFUNDEN, VON ANDEREN GUT GESAGT

    Gestern die sog. Soforthilfe für Künstler beantragt. Es ist ja Krieg…

    Nowhere
    Nothing/
    To Hustle
    To Grind

  • Montag, 30.03.2020

    BUSINESS ANGEL

    Hier ist ihr eleganter Japaner, zärtlich und verschmust im Wesen, passt in jeden Kimonoärmel. 

    Überlegungen zu einem Patreon Account. Ob Leute monatlich Geld zahlen würden, für Texte und Videos, die ich machte. 

    Mein Radiowecker der Firma Grundig zeigte mir am Sonntag noch einen um eine Stunde jüngeren Tag, er stammt ja noch aus der Zeit der freien Maschinen, die freien Maschinen, die nicht gekettet sind an die WELTDIGITALISIERUNG, die nicht weltsynchron leben und arbeiten, und wo man noch anschieben muss, als Mensch. Jetzt also der neue Montag, mit frischer Zeit und Kälte und frischer Luft. Schön. Bisher. Aber was will Armin Laschet? Armin Laschet will es jetzt  ganz anders machen als die Kanzlerin, und ich spüre, ich habe etwas Angst vor Armin Laschet. Ich glaube, “er kann es einfach nicht” (Rudolf Augstein). Dann doch wirklich lieber den Individualismus des Gil Evans. Oder Sophie Calle, da hatte ich das Adressbuch gestern dann endlich mal gelesen, und das hat mir sehr gut gefallen. Schutzloses Schreiben, schutzlose Kunst, und am Ende des Buches steht ja, dieser Pierre D. habe es schlimm gefunden, dass Calle das so gemacht habe, ihm angetan habe, und ich habe das überhaupt nicht verstanden, dass er das so gesehen hat. Wieso sah er nicht, wie zärtlich das war, und mutig, diese Art von Aufmerksamkeit sollte einem doch schmeicheln, oder etwa nicht? Nein, natürlich nicht – Pierre D. wollte sein Bild und seinen Text selbst redigieren, er wollte nicht aus der gefährlichen Nähe der Freundschaft heraus zu hören bekommen, wie das Negativ zu seinem Positiv aussieht. Das ist normal.