HÖHERE WESEN BEFEHLEN, PROBLEME DER SPRACHE MIT SPRACHE LÖSEN
Auf Spiegel Online, digitale Heimat der allgemeinen Weltverwirrung, schreibt Margarete Stokowski, für viele Menschen in diesem Lande ja anscheinend DIE maßgebliche Stelle, die spricht, für die Themenbereiche Gender bis Kultur, natürlich AUCH einen Text über Handke. Im Untertitel steht eigentlich schon drin, was sie meint, der Einstieg verrät auch schon alles über den moralischen Hebel des Artikels, also direkt rein ins Privatleben der betreffenden Person: er hat mal seine Freundin gehauen, Grabredner Milosevics, unglaublicher Luxus, Künstler und Werk nicht zu trennen, jetzt auch noch Nobelpreis usw. In der Online New York Times wiederum, einer Zeitung, die seit MeToo auch zum Teil nicht mehr weiß, wo oben und unten ist, schreibt Bret Stephens in einem opinion piece, man lebe in einer Zeit, in der die Fähigkeit verloren gehe, Kunst und Ideologie, den Künstler und die Politik zu trennen. Das ist doch schön, so eine dialektische Wärme, so möchte man’s doch haben, einfach als Grundvorraussetzung. Den Text von Kaube dazu in der FAZ habe ich noch gar nicht gelesen.
So geht das eine hier durch, während durchs Fenster die Ahnung von Zwanzigtausend protestierenden Kurden kommt, und sie protestieren völlig zu Recht.