DANISH BRICKS (SINN UND FORM)
10:30
11:00
11:30
12:00
12:30
Mittagspause
13:00
13:30
14:00
14:30
15:00
kurze Pause
15:30
16:00
16:30
17:00
17:30
18:00
Relativ zum Ausschnitt aus Tiefe und Farbe, der Bäume und Sträucher des Grossen Tiergartens, die man, nach links schauend, aus der breiten und niedrigen (wichtig!) Panoramafensterfront des sanften Brutalismus der Werner Düttmann-Architektur sehen konnte, nahm sich der graue Berliner Tag heraus: wunderschön zu sein. Nur so, und nicht anders, müsste der Tag aussehen, damit dieses Bild, das man durch das Fenster sah, seine vielleicht größte Wirkung entfaltete. Erst der scheinbar tonnenschwere, diesige Berliner November lässt das Sfumato in diesem Bild aufsteigen, das die grosse Erdung herbeiführt. Selbst am späteren Nachmittag, wenn das Licht bereits versumpft, leuchten hie und da die Blätter noch ultraorange aus grünem Nebel heraus, ist jede Rinde auf die unterschiedlichste Art Braun und Schwarz und Rot und Grau.
I’m gay for that stuff.
Was werde ich „mitnehmen“, wie man sagen würde. Ich werde mitnehmen: ja, natürlich viele Details, wie das obige zum Beispiel, wie die der Leute dort, vielleicht besonders einige sehr schöne und/oder interessante Gesichter. Die chinesische Komponistin aus Frankreich war gut, auch funny. Die Belgierin. Die beiden dänischen Landschaftsarchitektinnen. Natürlich Hrishi. Bestätigt wurde ich im (Vor)Urteil, dass der Typus des (Artist) Educators mir nicht sonderlich gefällt. Ich will nicht mit Ansage educated werden, ich will durch den Weg der Kunst, wenn überhaupt und im besten Falle, nicht spüren, dass ich educated werde.
Fernsehen ist katholisch. Gestern Abend war ich für drei Stunden katholisch.
Ich schalte kräftig stumm auf Insta. Beim nächsten Block ist es 09:56h.