WERKSTOFFE
Hitze und Wärme, im spielerischen Wechsel, das Atmen und auch die Tage werden wieder kürzer? Ja, bisschen ne. Upcoming: 34 Grad zur Wochenmitte.
auf rätselhafte und vermutlich
irgendwie amerikanische Weise verdummen
Freitagabend wieder mit Otto bei Palermo. Ganz eigenes Thema für sich: diese Italienischen Restaurants in Deutschland, und wie dieses Deutschland aus diesen Italienern diese blassen, grauen Gestalten macht, was ist denn da los, ist das wirklich so trist hier? Man muss es vielleicht befürchten LOL. Diesmal Pizza geteilt. Ob er mal Dieter Roth kennengelernt hatte, Ja, aber er erzählt lieber von Barbara Rütting. Die musste ich aber googeln. Topor habe er auch mal getroffen, fing ich dann gestern direkt mit Memoiren eines alten Arschlochs an.
Die Appelbaumchaussee, nochmal den letzten Teil, mit Schwester Ambrosia, die sich im Sarg versteckt.
Samstagnacht, zwischen 23.30 und 00.00h, gingen hier die Explosionen los, dicke und peitschende Knallexplosionen, unglaublicher Lärm, und in die kurze Stille zwischen zwei DETONATIONEN, da ratterten dumpf Helikopter, die nur ein blinkendes Licht weit oben im Nachthimmel waren. Nicht direkt Krieg, aber so ähnlich: FUN, finanziert mit öffentlichen Mitteln. Kölner Lichter. Ein Lärm aus den Schützengräben Ernst Jüngers, auf dessen Bücher sanft das Mondlicht… die ganze Albernheit dieser Stadt.
Beim Rumlaufen, entschuldigung: Flanieren gestern: von einem Balkon in meiner Straße herunter hörte ich, wie ein junges Mädchen auf der Akustikgitarre “Wonderwall” von Oasis spielt, und singt. Sanft grauenhaft, und natürlich sehr süß. Das war wieder so ein Mikromoment dieser Zärtlichkeit, die so viel Dunkles und Böses hinwegbläst.
Jillian Steinhauer, die ich doch irgendwoher (?), glaube Arts & Design Segment der NY Times (?), schreibt über Aline Kominsky-Crumb: “Sex and relationships with men are not the central trauma of Kominsky-Crumb’s life—as we quickly learn, her parents are.”
