SIND ZURÜCK MIT DEM NEUEN SONG “VIEL ZU FRÜH UND ALLE TAGE: ICH-GESAGE” / HEUTE BINDESTRICHE
Es war der Anfang eines Sommers und
Freitag, nach Wochen, wieder bei Otto. Er zeigt mir ein mystisches Pulver oder Spray, das er durch eine Art graue Plastikkartusche einatmen muss, für die Aufpäppelung seines gebeutelten respiratorischen Apparats. Dieses Pulver oder Spray strömt durch ein winziges Loch pulmonalwärts in den Körper des unverwüstlichen Kunst-Greises, allein – trotz sichtbar besserer Verfassung und Laune – ferner sinnend, sich irgendwie sanft fügend ins große Gesamtganze: “Ich bin am Arsch!”. Doch zuerst wurde gearbeitet, an die Bilder gegangen.
WIRKLICH direkt gute Laune dann, als er mir ein Gerhard-Richter-Interview zeigte, in welchem der verständlicherweise auch altersbedingt etwas wirr werdende Jahrtausendmaler (oder Jahrtausend-Maler), den geilen Artist-Evergreen vom ZUFALL nochmal aus dem Schlammgraben der Künstlerenigmen holt um usw.
Wenn einem als Künstler nun wirklich gar nichts mehr einfällt, aber irgendwie content kreiert werden muss zwecks Weiterverarbeitung, kann man immer etwas über DEN ZUFALL sagen, der ja, so jedenfalls scheinbar ALLE, “eigentlich die interessantesten…” etc.. Nein, halt, eigentlich kann Gerhard Richter auch sagen: “Entschuldigung, dazu möchte oder kann ich nichts sagen”, aber in dem Fall ist es ja offensichtlich nicht so gekommen.
Durch Zufall auf twitter, dass es in der taz vom Wochenende einen kleinen Text über das Metamorphosen Heft gab, sogar mein niedlicher Name steht darin, ausgeschrieben, was schon irgendwie merkwürdig ist, denn mich kennt nun wirklich niemand. Trotzdem natürlich süß, irgendwie, echt. Da fällt mir übrigens jetzt ein, wie ich da neulich in der Linienstraße den Jochen Distelmeyer auf dem Rad vorbeifahren sah, und er trug wirklich diese dunkelblaue Denim-Jeansjacke…
Eingepfercht in kühlen Nordwestwind-Tentakeln