• Fr, 15.06.2018

    HEUTE PERSONALMANGEL

    Absolutes VERSTÄNDNIS für die Tatsache, dass das BordBistro mit der durch das Lautsprechersystem an die Fahrgäste herangetragenen und seltsam traurig klingenden Begründung “Personalmangel” geschlossen bleiben musste. Im Bordtreff bekam ich dennoch einen schwarzen Kaffee, so heiß dampfend, dass ich ihn 20 Minuten stehen lassen konnte; immer noch stieg Heißdampf von ihm auf.
    Ein Fast-Greis in weißem Kurzarmhemd ließ sich “2 Rühreier, einen Kaffee und eine Cola light” in die erste Klasse liefern, das ging auch ohne BordBistro.

    Weiter in Roth’s Das sterbende Tier, im Zug wurde es irgendwann auf einmal kälter, und diese den Hals umströmende Klimaanlagenluft fühlte sich noch gefährlicher an, als hinter Hannover sich graue Wolken unter die weissen mengten, und die sonst in ihrem spezifischen Rot leuchtenden Ziegeldächer dieses niedersächsischen LANDSTRICHS stumpfer und müder wirkten. Und müde wurde dadurch auch ich.

    In Berlin dann warm und sonnig, ich bekam an Ort und Stelle Bierdurst.

  • Do, 14.06.2018

    07:32h, ein gleißend weißes Loch im Fenster: Morgensonne. Jetzt packen und dann los zum Zug. Gestern im Bett angeweht von Nervosität, kein gutes Gefühl.

  • Mi, 13.06.2018

    KLOSSOWSKI UND DER NAPF FÜR USCHI UND DRAUSSEN HERBST FÜR 1 TAG

    Mit U. bei Hague Yang im Museum Ludwig: zerschlagen zurückgelassen von einem Material-Eklektizismus, dessen vermeintliche, in jedem die Ausstellung begleitenden Textelement erwähnte SINNLICHKEIT mich nicht erreicht. Ich kürze hier ab: ratlos etwas. 

    Abends langes Skype mit Marc, dem baldigen Wiederkehrer. Themen: Toronto, Stipendien, Früher, Bonn, Philip Roth, Delmore Schwartz, Kleine Heftkritik.

    good hearted –
    wrong minded

    Tote Soldaten des amerikanischen Bürgerkriegs auf dem Feld, in Sepiatönen (View in the Field, On the West Side of the Hagerstown Road, After the Battle of Antietam, Maryland, September 1862 by Alexander Gardner)