LEBEN IN DER ANTIZIPATION /
FIRMA CUMULO-NIMBUS, IHR STARKER PARTNER WENN’S UM GEWITTER GEHT
10:04h, es regnet, regnet… herunter. Und es riecht hinauf.
Liege hier schön bei offenem Fenster, die nackten Füße auf der noch vom Waschgang duftenden Bettdecke, und schöner nur als Basic Channel, JETZT, ist der Sound des Wolkenbruchs. Und wie ich das hinschreibe, dreht jemand, faded jemand ganz sachte das Geräusch heraus.
Der Eindruck der vermaledeiten Zustellungs-Kette der Deutschen Post wurde neulich schon mit der Ärztin besprochen. Hass schlug durch. Es ist heuer eine besondere Nervenstrapaze, auf ausgewählte Post zu warten, vielleicht auch, weil mittlerweile state of the state ist: PRESS SEND, und ab. Ich ging also nochmal die ganze Minima Moralia durch, fand aber keine superpassende Stelle.
Dienstag kam das gelbe und neue und 21ste metamorphosen-Heft hier an (siehe Deutsche Post), sofort fällt mir auf: geiles Layout, speziell, daß mein Text (Entschuldigung) zweispaltig gedruckt wurde. Ein guter Look, so will ich’s ja eigentlich auch immer haben: wie eine Zeitung.
Im Atelier wird es nachmittags extrem backofig, stehende Hitze, ein feiner Film von Schweiß auf meinem Körper, und das Denken ist eher zu vermeiden, also wenden wir uns der MATERIELLEN PRAXIS zu.
18:12h, im REWE Markt kommt mir das entschiedene Dah-dah! eines winzigen Babys vor wie eine universelle Beschwerde gegen die Welt und ihren Zustand, von irgendwie höherer Stelle kommend.
Zuvor, im Kaffeeladen, wo ich mit Kraussers Tagebuch saß, neben mir zwei chicks, die eine hat ziemlich schöne Brüste und eine schöne Nase, will aber ins Fernsehen, so hab ich es verstanden, und die andere sagte immerzu megageil und einmal sogar “Kickboxen ist sauanstrengend”, JA OKAY
Die Nachricht vom Suizid Anthony Bourdains