• Do, 24.05.2018

    COLD WEATHA SO GET YOUR COAT AND UMBRELLA

    08:47h, Jung an Stunden der Tag, alt an Tagen der Mai, der Morgenhimmel verhangen, aber HOFFNUNGSVOLL. Drei Tage wartete man hier auf Gewitter, die nie kamen. Im Regenradar sah man in Blautönen wirbelnde Flecken, die stets westlich, nach den Niederlanden hin, wegdrifteten. Statt Regen fluteten Datenschutzerklärungen in die Emails.

    Die hierzu verwendeten Daten werden von uns mit größter Sorgfalt und Diskretion behandelt

    Zum Klang der Bohrmaschine das erste Croissant. Ich war also bereits beim Bäcker, dort wurde Stefan, Mitarbeiter der städtischen Abfallwirtschaft, persönlich begrüßt. Auf die Frage hin, wie es ihm heute gehe, sagt Stefan: “Gut, ich riech nur ein bisschen nach Kanal.” NORMAL

    12:43h, zum Mittag hin etwas drückender. Mit R. Kaffee getrunken, im supermarktgroßen Trödelladen: drei Postkarten, kein Buch über mongolische Malerei. 

    piece aus 2005 von Minkmar über Philip Roth, den ich vor allem als Freund von Philip Guston kenne (siehe The Breast). Sicher drei Mal Portnoy’s Complaints angefangen, immer schnell raus gewesen, warum eigentlich? THEORETISCH ist das doch genau das, was mich interessiert, am Schreiben, an Perspektive (?). Und THEORIE eine Gestalt von Praxis.

    The Bass
    on my copy
    is overpowering

  • Mi, 16.05.2018

    HABE DA ETWAS EINZUWENDEN BZW. ICH BIN EIN MÖRDER ABER ICH TÖTE NUR EGOS

    Maßnahmen, sonst kaputti. Dumpfe Schmerzen im Magen. Ist das das Gefühl selbst? HEUTE GUT, GESTERN SCHLECHT

    Es fehlt so viel, aber das ist in Ordnung. Kenne es nicht anders, und weiß nicht, ob man es wieder anders kennen kann. Über die Zukunft weiß das ICH nichts. Und ich schon gar nicht.

    The wind that shakes the Kraut im Blumenkasten, so klar und echt jetzt, wie es gestern alles beschissen war. Dann auch noch der GEZ 260 Euro überwiesen, damit die ARD die Gehälter von Männern in langweiligen Anzügen bezahlen kann, die Frauen sexuell belästigen.

    Tom Wolfe tot. Joseph Beuys beim Stuka-Kameradentreff. Ich beim Ablecken einer Abrissbirne.

    Thank god I don’t have to be funny anymore.
    – You never were.

  • Fr, 11.05.2018

    OPEN HOUSE

    08:41h. Klare Luft, und das Licht so aufmerksam, mir die Verschmutzung meiner Fenster anzuzeigen. Punktbestäubt und leicht irisierend jetzt, gestern schaute mich dort hindurch eine Taube mit ihren roten Augen an, in Absicht eines Ficks mit einer anderen rotäugigen Taube auf auf dem Vorsprung der Feuerleiter.
    Eine gewisse Kälte, die in dem Luftzug liegt, die Kälte des frühen Frühlingstags: immer schön herein hier!

    Ein dickes Mädchen will Karaoke singen, darf aber nicht

    Jetzt, wo das viele Licht die Wohnung regelmässig ausleuchtet, wieder das starke Bedürfnis, hier alles rauszureißen, Boden raus, Küche raus, alles weniger, alles vor allem weniger durchgelebt und benutzt, ich will alles neu und kalt. Den Rest macht das Licht, das von draußen kommt. Geil wäre ein grauer, blitzneuer Estrichboden, Wände so weiß, dass es wehtut, ein großer Tisch in der Mitte des Zwischenzimmers, ein Regal für die Platten und den Technics, Bett, Ende.

    Someone bring the vegetables, someone please bring heat