• Di, 24.04.2018

    FARM BOY DRIVE IN / RAINBOW

    Das Sirren der Mücken, das Summen von Fliegen, die Geräusche kommen mit der Wärme. Sie kommen wieder, zurück, sie kommen ganz neu: nochmal von vorne. Der Bericht der Lange-Tage-Appreciation-Society.
    Wie schnell das ging am Sonntag, wie die Wolken und der Regen aufzogen, alles abkühlten, alles auswuschen, die Gerüche kommen mit der Wärme, wieder, zurück, nochmal von vorne. Man lernt auch, was das ist: ein strahlend Grau. DIE REPUBLIK

    “Haben Sie Pfingstrosen?” –  “Nein, noch nicht.” Spargel und Rhabarberkuchen hatte ich schon. 

    Morgen fahre ich die Bilder nach Norddeutschland, es soll Regen geben. Was mich jetzt schon am meisten beschäftigt: hoffentlich kann ich da morgen vor dem Atelier parken mit dem fucking Sprinter. Warum habe ich eigentlich zugesagt, dass ich die selbst hinfahre? Hätte ich da nicht insistieren müssen, dass ich das nicht mache? Ich hatte wohl das Gefühl, sowas könne ich mir noch nicht erlauben? Schade.

  • Mi, 18.04.2018

    15:25h

    Düstermachend zieht die Wolke Battlerap über deutsches Land. Muss bisschen lachen deswegen, allein das Wort “Battlerap” in Presse und Fernsehen im Zusammenhang mit Deutschland, unserm Germany, zu lesen: FUN

    Es gäbe SO VIEL zu bereden. Dieser deutsche Stammelsound mit dem kehligen Asi-Timbre, den alle deutschsprachig rappenden Artists haben: muss ich lachen. Bürschchen aus wasweissich Frankfurt Bockenheim mit dem Siedewurst-Teint: verbalfick mir ins Mikro, wie stramm du dein Leben regelst. Tu mal Holocaust rein, tu mal Provo, alles unglaublich stumpf und kindisch. DER KUNSTBEGRIFF INSHALLAH. Bin aber auch “besorgt”, klar.

    Kunst hat – natürlich – Grenzen. Sonst könnt’ ja jeder mitmachen. Wer das nicht versteht, ist bisschen kindlich im Kopf. Das Prinzip ist: der Künstler will immer Freiheit, und die Kunst hat Grenzen. Da drin passiert Kunst.

    Germanys Kultur zur Zeit ficht mich null an – Echo, Bambi, Grimme, dieses ganze erbärmliche Zeug, toter als tot – ich kann mir keinen kleinen deutschen Zaun ins Hirn bauen.

    22:24h

    A balmy night

  • Sa, 14.04.2018

    BLOODLIGHT AND BAMI UND NOTIZ AUS ROM

    10:39h, 15 Grad

    Wenn diese Woche um ist, ist mir wohler. Und im Buch meines Nebenmannes lese ich den Satz: “Der Sex wurde kompliziert.” Ja, ist Problemchen, klar.

    In Würde leben

    Vorahnung vom Weltenende, als ich die Höhe der Nebenkostenabrechnung lese. Sofort die Frage: wer kontrolliert eigentlich sowas wie die ISTA? Oder dürfen die einfach mit ihren selbstgebauten Geräten irgendwelche Werte notieren und dann Geld nehmen, ganz generell: wie funktioniert das? Wo ist der Unterschied zur kurdisch-libanesischen Großkriminellenfamilie? Schöneres Logo? HASS
    Mein Nachbar meint, einen Rechenfehler auf der Rechnung nachgewiesen zu haben. Mal sehen, wie das kommt. Schon die Vorstellung, deswegen am Telefon mit jemandem…. Horror. Otto würde sagen, dass einen als Künstler sowas nicht zu interessieren hat.

    Frühling bedeutet auch, dem herannahenden Sommer jetzt schon nicht zu trauen. 

    Neues Krausser-Tagebuch bestellt (2003/04)

    Schöner Text von Roberta Smith über Twombly bei Larry G/LerrGee/Gagosian, stellt die richtige Frage: What’s in a line?

    Briefmarken gekauft