• Mo, 09.04.2018

    KONSTRUKTION IMAGINÄRER GEISTESPALÄSTE, DEREN ZIMMER MIT DEM NIPPES UNAUSLÖSCHLICHER, HÖCHST ASSOZIATIVER BILDER GEFÜLLT WAREN

    10:08h Die ersten warmen Tage, die Deutsche Frau holt schon den Wickelrock raus. Die Kirchenglocken, der Probealarm. Der brutal aufdringliche Geruch von AXE Deodorant, der durchs Treppenhaus in meine Wohnung dringt. The Birds of Flims Agnesviertel. Leichte Müdigkeit. 

  • Mi, 04.04.2018

    HEUTE IM ERZÄHLENDEN SACHBUCH: PETTIBON TWEETS AGAIN

    kurzes Gedicht über Kunst:

    Bewerbungsschluß
    Poststempel

    Adam McEwen – Untitled Text Messages

    Am Tag, als ich das Graphitpulver über die von den Doughnuts verfetteten Stellen des Papiers pustete, da war doch Frühling gewesen, durch den zitronigen Duft des trocknungsverzögernden Malmittels 2, und überhaupt.
    Tage später, Karfreitag, mit dem Auto die Keilrahmen bei O. mitgenommen, die er mir geschenkt hatte, Jahrzehnte an Staub. An einer Latte klebte noch der Wolkenaer, Ehrenstr. Aufkleber. Das Haus Nr. 6 ist längst verkauft, angeblich für 6 Millionen.

    Mit meiner politischen Ordnung vereinbar: bisschen Lust auf sexuelle Belästigung (die gute) und neue Klamotten. 

    Wie sind eigentlich die Chancen, wenn ich mich mit dem Journal hier für das Thomas Mann House bewerbe? Bewerbungsschluß, Postste…..genau. 

    Gestern duftender Regen, frischgewaschene Bettwäsche in Tropfenform. Köstliche Abate Birne, festes Fleisch und nussig. Danke, Jesus. Für 15 Euro bei ebay Kleinanzeigen einen Bluetooth Speaker gekauft, damit ich meine Podcasts laut im Atelier hören kann. Für die Idee hab ich zwei Monate gebraucht. 

    @RaymondPettibon 1. Apr.
    I wasn’t raised tht way

  • Fr, 30.03.2018

    IN THE OUTSKIRTS

    Never lose that feeling, liebe Sonne, 11 Grad

    Claudius Seidl, sich allen Ekel abschüttelnd, in den Beobachtern über Dobrindts Tarnmantel-Gerede von der Jüdisch-Christlichen Tradition: “und das in der Kar-Woche!” Und da hob Seidl den Finger. WAG OF THE FINGER
    Als Seidl dann noch über den Gag mit der FAZ Quarterly lacht, lieb ich ihn noch mehr als ohnehin schon.

    Mittwochnachmittag mit U. über ihr Portfolio geschaut, sieht doch alles gut aus so, da kommt M. dazu und legt irgendwann ein kleines Geschenk auf den Tisch: Lozanos Private Notebook No 3. It’s private, man! Es beginnt mit dem 15. Mai 1969: drei eingehende Anrufe (Lucy Lippard, Rolf Ricke, Dan Graham 3x), ein Besucher (Dan Graham). Konnte man sich erst beim dritten Anruf arrangieren?

    O. ist immer noch schwach, seine Augen unterlaufen und aufgeschwemmt, puffy Augenlider, unendliche Müdigkeit kriecht unter ihnen hervor. Drei Jünglinge waren da, für einen die Ausstellung begleitenden Text, und durch die Jugend hindurch, oder wie auch immer, da wurde er wieder wach, “etwas zu euphorisch gar”, wie er am Telefon sagte.

    “Ich brauche jemand mit Feuer unterm Arsch,
    der dann mit mir zusammen verbrennt”

    Alle Mangos, die ich kaufe, sind innen schon tot