• Mo, 19.03.2018

    FÜR ALLE – VON ALLEN: DER RUNDFUNKBEITRAG

    Spät erst vom Tod Michael Rutschkys erfahren, an diesem Kaltsonntag, der so kalt war und garstig in seinen Winden, dass man die Menschen wieder sagen hörte: “Kalt geworden ne”. Kalt GEWORDEN, als ob der Winter jetzt erst hochfährt, bootet, ja SYSTEM wird, Mitte März. Mittelgroßes Nein. Zuvor den ganzen Tag verdöst, zwischen Fußball und Warhol, kaum Licht war da. Knistert da jetzt meine Heizung?

    Der Mann schaut aus, als ob er sich mit einer Art Wut in die Zeitung vertiefte: Weil schon wieder darin fehlt, was er dringendst zu lesen wünscht.

    Abends noch zu A., im DriveNow Auto, während ich die ganze Zeit über mit M. telefonierte, der gejetlagged aus NY jetzt wieder einigermaßen hergestellt erzählt. Hatten gar nicht telefoniert, als er dort war, aber wenn man eben richtig befreundet ist, dann fällt diese ganze warumhastenichangerufen Schuldscheiße weg und man freut sich einfach, JETZT dann miteinander zu reden. KLARHEIT. Zurück mit der Bahn, zusammen mit Lubov – kein bäriger Maschinist aus einem Tschechow-Text, sondern eine nette junge Frau, die mich auch noch auf ihrem Semesterticket mitnehmen kann. Kontrolleure diesmal in zivil, drei Studenten, komplett unsichtbar sind die.

    Morgen, sagt Google, ist Frühlingsbeginn.

  • Sa, 17.03.2018

    11:02h
    Spring definitely hasn’t sprung – feiner Schnee fällt, alles nochmal zurück auf Null. Ich im Bett mit Holy Terror. Wenig Lust zu schreiben. Grüße ans Ritalinbaby 

  • Mi, 14.03.2018

    BLEIBEN SIE NEUGIERIG – JA OK EH KLAR

    Erster Eintrag zur vierten Amtszeit der Bundeskanzlerin Dr. A. Merkel, 63

    Eine große Wolke wie ein blässlicher Bergrücken da hinten, freundlich hellblau hier vorne. Heute Landadel sein. Gestern war ja wohl das Gegenteil. Und die Mitte des Monats droht – again, was ist da los? Naja.

    Das durch U-Bahn-Architektur extrem verstärkte Röcheln, Schleim- und Todesgehuste von Obdachlosen, die in den Zwischenebenen campieren. Geschwollene Füße und Gelenke, gerötet. Zugwind, der den Körpergeruch durch die Ebenen treibt. Das ist eben auch STADT UND REAL, jeden Tag.

    Koka spricht einen georgischen Zungenbrecher, mit einem tiefen Kehlenlaut. 

    Später Telefonat mit S., in praise of Ms. Lee Lozano. Wann kommt denn M. aus NY wieder?

    “Kann Gefühle nachvollziehen” T. Müller