PRIX MARCEL DUCHAMP
Die Luft am Morgen, wenn das Gewölk noch blassviolett und zerpflückt die Leinwand teilt: very good. Die sardische Fischsuppe: very good. Birdsongradio: very good. Eine kleine Nachricht von der Rennreiterin: very good. Beim Didion lesen an Pettibon-Zeichnungen denken müssen: very good. Postkartenbusiness: very good. Achso, übrigens, funny: der eine Typ von der (H) Körnerstr. sprach mich an, der der seinen Rollstuhl von der längst auskurierten Fussverletzung immer noch vor sich hinschiebt, vielleicht zum Relaxen, vielleicht für den Effekt (like a true artistic type), ob ich rauchen würde, ob ich….und er würde deshalb fragen, weil er sich vorher anschaut, wie die Haut sei von einem, da wisse er dann, wen er fragen könne. Haha. Moment mal, hast du gerade gesagt, ich habe schlechte Haut? Das so sanft zu sagen, das geht doch nicht, aber er ist ja obdachlos, darum bin ich natürlich nicht böse, sondern befühle, kaum war ich in die U-Bahn eingestiegen und er hinter mir verschwunden, mein Gesicht und komme zum Schluss, dass ich es mir eigentlich nicht leisten kann, schlechte Haut zu haben.
Eine Sache noch vom deutschen Herbst. Als ich beim Amt anrufe, des Termins für die Reisepass-Beantragung wegen, meint die Frau am Telefon zu mir, wenn ich kein biometrisches Passfoto hätte, könne ich mich auch dort im Amt vor die Wand stellen.
Es ist jetzt 9:13h.