LE SCINTILLEMENT D’UN SAMEDI
Der Samstag war einer dieser Hitzetage, die im Rückblick scheinbar wahllos in die Woche eingefügt sind. Sie sind einfach auf einmal da. Der kühle Sonntag, der darauf folgte, betonte das. Man befühlt die eigene Haut, und sie flüstert noch vom Vortag, als ob sie sich selbst nicht sicher sei, ob es so wirklich gewesen war, gestern?
Ich war rausgefahren nach W’hoven, um nach den Blumen im Garten zu schauen, sah meiner Wäsche beim Trocknen zu, füllte das Vogelhäuschen mit Futter auf, goss Wasser in den großen tonroten Untersetzer, aus dem die Vögel trinken, besah mir das Magenta der Dahlien, schnitt den Mangold ab, drehte den Sonnenschirm auf, gab der bereits herüberäugenden Nachbarshündin eine Möhre, die sie so liebt, und schon fiel ihr der Sabber der Vorfreude aus dem Maul, der im Widerschein der heißen Sonne funkelte.
Würde ich mir später Drinks machen oder ein oder zwei der bereits kaltgestellten Dosen San Miguel®, die ich noch für die richtige Temperatur ins Kühlfach würde legen müssen, aufmachen? Allein die Frage ist das schöne Gefühl, nicht die Antwort.
Wollte dann lesen, das heißt: ich dachte, ich wollte lesen, aber ich wollte lieber nicht lesen. Lieber einfach schauen und Kleinigkeiten machen. Über eine Anrichte wischen, zum Beispiel.
Später glitten erste dunkle Wolken herüber. Noch etwas später zog es herauf—schön, dass man es so sagt—und da ist dieser innige Effekt, das Unausweichliche. Wenn sich dieses Blaugrau in den ganzen Himmel ergießt, hat es einen wunderschönen Effekt der Zweidimensionalität. Alles ist flach und einfach und unvermeidbar. Auch die Grüntöne des Gartens nehmen eine andere Färbung an, wenden sich ins Kalte, und es ist, als verändere der Garten selbst den Blick, den er auf uns zurückwirft. Dann weisses Flackern, white noise, der Wind zieht an, formuliert nun deutlich, und ich trage die leichteren Blumentöpfe unter das Terrassendach, klappe die Liege zusammen, baue den Sonnenschirm ab, hänge die kleinen Papier-Laternen von hier nach da, schiebe das fahrbare Kräuterbeet, das mein Vater gebaut hat, zur Seite.
Letzte Woche betrug deine Bildschirmzeit durchschnittlich 1 Stunde und 13 Minuten pro Tag auf diesem Gerät. Mein Telefon, 09:42h.
Ich muss 13 Minuten abnehmen.