Da wach ich auf und am Stipendiatenhimmel lacht die Sonne.
Auf FAZ Online versucht, ein Interview zu lesen, ein Schriftsteller namens Michael Kleeberg hat irgendwas zu irgendwas gesagt, im Rahmen der Frankfurter Poetikvorlesungen, er habe das Publikum “erregt”, schreibt Platthaus. Geil, er hat es also ERREGT. Immerhin. Man muss so ein Interview gar nicht wirklich lesen, denn es ist ja klar – wenn ich jetzt hier die sensiblen hashtags der Gesellschaft durchgehe – um welchen Mechanismus es hier geht. Aber der Vibe, den Kleeberg von sich ausgesendet wissen will, ist der hier:
“In dieser dialektischen Denkbewegung sind Sätze gefallen, die bei irgendwelchen Leuten im Publikum – ich weiß nicht, bei wie vielen – Alarmlampen haben aufblinken lassen, nach dem Motto: Darf man solche kritischen Fragen stellen, die eventuell auch den Beifall der Falschen auslösen können?”
Feinster Horrortalk also, aus den ultra unbequemen Denkbewegungen einer Günter-Grass-Academy etwa. Leider kann ich jetzt gar nicht mehr nachvollziehen, um was es eigentlich geht in der Sache.
Am Montag gab der Notar ordentlich Gas am Mittagstisch. Ohne große Mühen zog der beurkundende Fantasto-Greis alle Sympathien und Aufmerksamkeiten auf sich, nachdem er im Rathaus noch locker mit der Oberbürgermeisterin geplaudert hatte. “Crazy Stories” en masse, Personal aus höchsten Ebenen, wenn er so weiter macht, kann ich irgendwann den neuen Zauberberg schreiben, oder Simplicissimus. Gott, egal welcher, lohne den Notar.
Friede liegt im Anblick schöner Frauenwaden.