Traum von Vorgestern auf Gestern: Ich habe eine Ausstellung in nicht genauer von der Traummasse zu isolierenden Räumen, sie sind einfach da, zwei Stockwerke, gedimmtes Licht, aber ich kann nicht mal genau sagen, wie viele Arbeiten ich zeige. Mein Professor ist auch da und ich sehe, aus einer Drohnenflug-Perspektive, wie ich mit ihm durch die Ausstellung gehe, sonst scheint niemand dort zu sein. Ihm gefällt gar nichts, nur die “Arbeit mit den Stühlen” findet er sehr gut. Ich weiß gar nicht, was er meint, und ich gehe ein Stockwerk nach oben und tatsächlich stehen dort, auf einer kleinen Empore, mitten im Raum, ein paar schwarze Stühle, wie bei Reise nach Jerusalem, so ähnlich, und auf einem Stuhl liegt ein Zettel. Ich kann mich nicht erinnern, diese Arbeit gemacht zu haben, was das soll, und verzweifle darüber, das er ausgerechnet diese Arbeit am besten findet. Dann wundere ich mich über das extrem gedimmte Licht, warum ich das so gemacht habe. Ende.
Das Sonnenlicht war wie Rasierklinge scharf.
Hitze. Später, in stumpfer Luft, im stumpfen Licht der U-Bahn-Waggons, sah ich viele rotschimmernde Schultern und Oberarme, es hatte selbst die Härtesten erwischt. Müde Hunde streckten sich ganz hin auf den Fliesen der Haltestellen.
In der Buchhandlung Walther König kam es unterdes zu einem schönen Missverständnis: ein asiatisches Paar, es hatte zwei Tüten voll mit frisch gekauften Katalogen, bat die junge Verkäuferin auf Englisch, ein Taxi zu bestellen. Das war es auch, was ich verstanden hatte. Als das Taxi dann da war, Irritation, Gewusel, kurzes Gequieke, die asiatische Frau:
“NOT TAXI, TAX-FREE!” (die Rechnung)
Alle freuten sich.
Allen Ruppersberg: Collector’s Paradise
Anton Čechov: Krankenzimmer Nr. 6