Die Online-Ausgaben der Tageszeitungen, die mir früh morgens in die noch müden Augen leuchten. Informationen leuchten heutzutage, bestrahlen, und erzeugen ein tiefes Dröhnen im Gehirn, welches noch daliegt, und was noch liegt, das tritt man nicht.
Golden Globes. Meryl Streep hält eine Ansprache zu Trump, “This instinct to humiliate, when it’s modeled by someone in the public platform,” she said. “By someone powerful, it filters down into everyone’s life because it kind of gives permission for other people to do the same thing. Und “Disrespect invites disrespect, violence invites violence. When the powerful use their position to bully others we all lose.” Streep bezieht sich auf die Situation, in der Trump einen kranken Journalisten der New York Times im November 2015 nachäffte – der Journalist leidet unter Arthrogryposis multiplex congenita (AMC), einer Gelenksteife. Das tat Trump auf einem Podium, vor tausenden Menschen und vor laufenden Kameras des Senders CNN. Wie wir heute wissen, konnte ihm, Trump, auch das nichts anhaben. Kurzer Rückgriff: interessant daran ist, warum es zu dieser Replik Trumps überhaupt kam. Der besagte Journalist hatte aufgedeckt, daß Trump im Zuge des 11. September 2001 behauptet hatte, er habe “tausende Moslems” in New Jersey die Attacken auf das World Trade Center feiern sehen. Es stellte sich heraus, daß dies einer der ersten größeren post-faktischen Auftritte Trumps war. Hinterher forderte Trump die New York Times auf, sich bei ihm zu entschuldigen, für die Behauptung, er, Trump, habe den Journalisten nachgeäfft.
“Wir leben in einer Welt, die uns die Wahl gibt zwischen unpersönlichen und persönlichen Beziehungen.” Niklas Luhmann im Interview mit Dirk Baecker, Darum Liebe (ca. 1981)