COMPLICATIONS (FORMERLY „DIFFICULTIES“)
08:27h. Das ewige Anpassen macht Karriere. Ernährung, klar, weil der Körper, diese rätselhafte Hülle mit seinen Organen drin, mit dem Älterwerden diese neuen Gesetze schreibt : ab HEUTE das nicht mehr, und das bitte weniger. In Gesprächen, fiel mir neulich wieder auf, dealt man sich mittlerweile in einem irgendwie unguten Maße, einem mir unangenehmen Maße, Infos und Tipps zu den neuen Unverträglichkeiten zu, und das bisschen zu großzügig. Ich spreche hier vor allem mich an? Oder bin ich, mal wieder—und übrigens: anderes Thema: Selbststrenge—zu streng mit mir?
Vorletzte Woche, Stichwort neueste Anpassungen, Instagram deaktiviert. Ist fast bisschen dumm, aber: kaum war es getan, spürt man das Gift entweichen. Und dann war es auch weg, verschwunden aus den Abläufen, den doof Zeit zertrümmernden. Just like that. Schade um die kleinen messages mit Leuten (Ich denk so: die, die mich wirklich mögen, werden mich schon auf anderen Wegen kontaktieren wollen. Haha, oh boy, be ready to be surprised, 2024 Edition.) Diesen neuen Verzicht teste ich jetzt aus, versuche ihn, so lange es geht, auszudehnen. Dann, so die Idee, mit neu angelernter „Gelassenheit“ den kontrollierten Gebrauch suchen. Völlige Abkehr scheint mir nur die Inversion des Sklaventums. Kontrolle ist in fact besser. Das ist alles so hohl, aber so sieht es nunmal aus.
Das 100m-Finale der Frauen. Allein diese acht (oder neun?) Frauen an ihren Startblöcken zu sehen, jede einzelne eins mit ihrem AUFTRAG, und jede nochmal ein bisschen anders als die nächste, und wie die Kamera das so abfährt, das war das schönste Kunstwerk, das ich letzte Woche gesehen habe.