Ich liege in rotem Badewasser und rauche. Das Badesalz heißt Anti-Stress, und ich freue mich darüber, daß man der Ansicht ist, die Erfahrung roten Badewassers trage zum Abbau von Stress bei. Dann habe ich fürchterlichen Durst. Ein paar Sekunden vergehen, in denen ich nicht weiter weiß.
Im Macbook, das auf der Waschmaschine steht, läuft das Literarische Quartett von Freitag. Ich beuge mich im Wasser zur Mischbatterie hin und lasse kaltes Wasser in meinen aufgerissenen Mund schießen. Der aufsteigende Dampf des Wassers belegt mein Gesicht. Das eiskalte Wasser in meinem Mund kommt mir maßlos vor. Maßlos schön, maßlos viel.
Heute Mittag war Hopkins hier, Kaffee, Reden über Stipendien. Skowhegan School of Painting – nie gehört. Er fliegt am Freitag nach New York, verbringt Weihnachten bei seinem Bruder in Boston.
Falls mir jemand was schenken möchte: Hans Peter Duerr, Obszönität und Gewalt (Suhrkamp, 1993)