Um Punkt Acht Uhr droht Bohrlärm den klaren und lichten Morgen in dieser neuen BRD in Hass zu verwandeln. Nein Nein Nein, sage ich mir, und im Wohnzimmer finde ich Ruhe und dappled light. Die Sonne steht grade noch in so einem scharfen Winkel zum Haus, zur Straße, daß die Eschen von leicht schräg unten mit Licht bestrahlt werden, dramatisch, ouvertürenhaft. Welche Pausenbrote werden gegessen heute in der Ernst-Jünger-Gesamtschule?
Im Film “Dheepan”, den ich vor ein paar Tagen sah, gibt es eine Szene, eine geräuschlose Rückblende, wenige Sekunden: eine Nahaufnahme des Gesichts eines Elefanten, dessen enorme Stirn und dessen Rüssel rosafarbene Flächen und Punkte aufweisen, auf diesen Flächen wiederum sind graue Punkte, und es gibt diese kurze Irritation, wie immer, wenn man etwas sieht, was man eigentlich kennt, aber irgendwas ist anders, weicht ab vom Quer- oder Durchschnitt dieser Erfahrung. Der Elefant hat Vitilito – wie dieses Model, wie Fritz Raddatz, wie Matthias – sein Kopf schwankt leicht, seine Augen sind tiefschwarz, dicke und tiefe Falten am Ansatz des Rüssels, und zuerst dachte ich Predator?, aber Predator ist nicht auf Sri Lanka, niemals gewesen.
Mind you,
this is not all my pure will,
but comes from the task of putting together a show,
which I was asked to do,
despite my confidence terrifyingly wobbling.
JA, es ist so, wie Althoff schreibt in seiner Ankündigung für den 18. September, und darum und dennoch mach ich jetzt los, denn richtiger Fleiß ist unspürbar und Kunst ist das Gegenteil von Arbeit.