• Mittwoch, 25. Mai 2016

    Oh my – genau, was ist eigentlich los, so überall? Aufgewacht mit staubiger Laune und schlechten Aussichten und geschmolzenem Licht, geträumt von irgendeinem Scheiß, der mich ohne Erinnerung an Inhalt, aber in Verwirrung zurücklässt, gratis. Dann freue ich mich über das Interview mit Isa Genzken im Tagesspiegel, schlau und völlig kaputt, aus der Kaputtmachstadt Berlin, da, wo man…usw. Die besten Künstler seien Schwule, sagt sie. Sie hat Recht. Bis auf zahlreiche schwule Ausnahmen.

    Andernorts, in Toronto, sind die Capybaras ausgebüchst. 

  • Dienstag, 24. Mai 2016

    Kaffee, zwei Scheiben Brot, mittelgroße Grafik auf der Internetseite der New York Times über den Zuwachs von rechten Parteien in europäischen Landesregierungen seit 1999: Frühstück. Bitter: Österreich, Schweiz, Ungarn. Zwei osmanische Belagerungen später…

    Karten für Louis C.K. in Amsterdam kosten knapp 80 Euro, Anreise und der ganze shit noch nicht mit inbegriffen. Nee, geht grade nicht. Amsterdam steh ich auch nicht sonderlich drauf, macht mich nervös die Stadt, in Bootsbäuchen sitzen und öffentlich kiffen bin ich auch zu alt für. Man muss sich zwischen prolongierter Jugend und Würde entscheiden, nicht wahr? Ich frage gezielt jetzt die Männer, die bei 18 Grad ihre kurzen Hosen rausholen…

  • Sonntag, 22. Mai 2016

    Seit Tagen denke ich an die ausgekugelte Kniescheibe. Sowohl an die Verletzung selbst und ihre Schwere und Extremheit, als auch an diese fremd wirkende Komposition der beiden Worte, die nahelegen, daß eine leicht gewölbte Scheibe nicht mehr wie eine Kugel funktioniere…. über die Kniescheibe denkt man nicht nach, und in den Dingen, über die man nicht nachdenkt, lauert Brutalität, wie Krokodile in stillen Teichen lauern.

    Samstagnacht, die Luft noch warm vom Wetter, und die Menschen noch wach, weil sich sowohl da als auch dort die Poren öffnen, Adrenalinzonen der Stadt im Wochenende. In den U-Bahn-Waggons, die die kanadische Firma Bombardier gebaut hat, sehen meine müden Augen alles im Schein dieses besonders gelben Lichts, Mädchen und Frauen schöner, die Typen sehen noch allegleicher aus leider, der Mann ist in der Krise, das ist klar, die Universalpräsenz der Jogginghose im außerhäuslichen Bereich ist nur ein Aspekt, der Anblick eines Hündchens bringt Ablenkung und Trost. Ich kam nach Hause, betrat mein Zimmer, und war froh: ich hatte morgens aufgeräumt, gestaubsaugt. Aufgeräumtheit macht Freude, selbst, wenn man müde ist und matt.