Your road
not taken
doesn’t mean nothing
later
Your road
not taken
doesn’t mean nothing
later
“Morgens stehe ich so früh auf, dass ich freie Parkplätze in meiner Straße sehen kann” 14. November 2012
Es ist 10:02 Uhr. Ich habe es die letzte Stunde ganz gut geschafft, mich in Cormac McCarthy genau so tief reinzuknien, dass ich alle Sätze auch wirklich aufgenommen habe, aber jetzt lehne ich mit dem Hinterkopf an der Wand, an der Stelle, wo die Farbe schon fahl wird, und gucke aus dem Fenster und frage mich, wie bescheuert ich eigentlich sein kann und lächle auch ein bisschen. Der Mitbewohner, der Opernsänger, singt schon in seinem Zimmer, so wie er auch schon unter der Dusche gesungen hat, und ich komme nicht klar damit, denn es ist laut und eben nicht nur ein Geräusch, sondern eine Überpräsenz, die mir jetzt, am Morgen, zu nahe kommt, zu sehr in alles einfällt. Ich habe keine Kontrolle über die Ruhe in meiner eigenen Wohnung. Wie naiv von mir, ich bin selbst schuld, haha, was habe ich mir dabei gedacht. Küss mich, beunruhigte Zone.
Wahnsinn, wtf-level: wirklich jede seriöse Nachrichtenmaschine bringt als Meldung, dass Pamela Anderson jetzt von Hepatitis-C geheilt sei. Sonst: Schmidt: Krankenhaus, Stahlindustrie: Gegenwind, erste Niederlage für Klopp, Katalonien, Burma, FIFA.
Draussen fegt die Thermodynamik; heute Morgen, ich stand im Fenster, riss eine düstere Wolke auf und ein fulminanter Sonnenstrahl überschüttete mich wie ein Laserbeam mit gleißend hellem Licht, toll
Refrain: “the arbitrary li-ine……”