WER IST JIMMY „BARBECUE“ CHÉRIZIER?
Nur die Sachen machen, die ganz leicht gehen, meinte Luhmann mal.
Die Sätze kommen und gehen, und das leicht zu finden fällt mir schwer.
Heute Morgen, früh—da waren Häuser und Vögel noch black blots of ink, hatte ich hier bereits einen Text reingeschrieben, der mir zwar Spaß bereitete, weil er wahr war, aber nach außen hin extrem schlechte Laune verbreiten musste, dachte ich dann. Also hab ich das wieder gelöscht, weil: nee, so möchte ich heute nicht rüberkommen.
Eine Sache, die zu vermitteln mir schwer fällt, ist der Umstand, dass, obwohl mir superviele Dinge ständig auf die Nerven gehen und ich sie benennen will (nur Wichtiges, klar), ich natürlich trotzdem bei guter Laune sein kann. Can you relate?
Innocence of Vision
Darin enthalten, in der Löschmasse, war ein Gedanke, der etwas haften blieb im ewigen Raus und Rein der Daten, und der irgendwie zustande kam, nachdem ich die neuesten Manhattan Art Review-Textchen gelesen hatte, und dann kam mir dieser Satz, von wegen dass eine reine Massierung und Auftürmung von übermässig subjektiven Einzelpositionen (as they say) eben kein realistisches Bild der GROSSEN WELT ergibt, weil sie ihren kleinstperspektivischen, ichzentriert-sentimentalen Ausgangspunkt so selten verlassen, verlassen können, weil man sich anscheinend gewissen Formfragen nicht mehr aussetzt usw. – aber dann kam es mir so vor, als würde ich seit ein paar Monaten schon über nichts anderes mehr schreiben, also hier. Stimmt das überhaupt?
Kautschuk, die „Träne des Baumes“
Gutes Gefühl: ich bring mein kaputtes LED-Lightboard zum Elektroladen, eigentlich ohne große Hoffnung, Wegwerfindustrie usw. Da sagt der Mann, ja, könnwa reparieren, ist Freitag fertig, 20 Euro. Ich dachte wow, da ist sie doch noch, diese andere, bessere Welt!
Gestern Abend Birth (2004) von Jonathan Glazer.