• samstag, 2.9.2023

    Hab ich erst einmal einen Wischlappen in der Hand, gibt es für mich nur noch eins: wischen, wischen, wischen.

    Deutschland fast im Herbst.

    Schöne Wohnung, etwas duster vielleicht.

    Merlin Carpenter da in der Ecke.

    Scagg whore. Loopy cunt.

    Ein psychologisches Treppenhaus.

    Never trust a Gastprofessor.

    Familie Geröllheimer.

    War das gestern Alexandra Neldel in der Dings? Sah so aus, und sie sah wirklich toll aus. Ich dachte „Die Wanderhure“ still in mich hinein, meinte es voll lieb.

    Einer fragt, ob ich Deutsch spreche.

    Meine Miliz der Zärtlichkeit.

    Durch Berlin verstehen, wie kaputt Köln ist.

    Der Exot, 2007 (!).

    but people prefer to oppress each other

    „Hey, cool it with the AI“

    Fragte L. nach ihren Top 3-Hassgeräuschen

    Jetzt 10:04h.

  • Donnerstag, 31.8.2023

    ACCOUTREMENTS

    Hier fiel eben, zwei Reihen hinter mir, der Name meines sog. Heimatorts, aus dem Dialog zweier Greisinnen heraus, von der einer einmal die Sehne in der rechten Schulter operativ durchtrennt… und wir stoppen hier gerade in sunny Duisburg, auf dem Weg nach Berlin, nachdem wir bereits 50 Minuten von Köln bis Düsseldorf gebraucht haben, es bleibt also abzuwarten, welche Groteske sich hier noch ausformt, courtesy of Deutsche Bahn. Sollte mein No-problem-streak heute enden?
    „Unser nächster Halt: Gelsenkirchen“. Hat der ernsthaft gesagt. Was ist denn hier los? Silbern liegt die Emscher. Flieder und Raps wachsen üppig über stillgelegte Gleisbetten. Die italienische Frau heute Morgen bei Segafredo sang einen italienischen Popsong mit, während sie die Milchkanne handelte. 9:53h.

    Brice Marden hat nie mich nie richtig interessiert. Für mich bleibt er immer der „Ultra-stumpf“ Typ, wegen des Interviews zwischen Rainald und Albert Oehlen. Und Jasper Johns lebt noch.

  • montag, 28.8.2023

    PRINTMAKERS

    Neulich kehrte ich morgens am Ebertplatz—einfach weil ich dachte: nee, so geht das hier nicht, so kann ich das nicht lassen—einen ganzen Haufen zerschmetterter Bierflaschen zusammen, Spuren fast jeder Ebertplatznacht und ihrer agierenden Kaputtos, die über das Areal direkt vor dem COPY SHOP verteilt waren. Besonders war daran, dass die beachtlichen Blutlachen, über die ich die Scherben hinwegkehrte, und die ziemlich frisch eingetrocknet waren, auf dem von der Stadt neulich mit dem Hochdruckgerät gereinigten Steinplatten besonders blutmässig martialisch und problemviertelmässig aufleuchteten, so dass ich bisschen lachen musste, weil der Effekt der Drastik so lächerlich war, diese Deutlichkeit der Blutflecken, wie inszeniert. Printed with blood, but not my own.

    Aus Denis Johnson’s Reportagen-Buch Seek (2001), drogeninduziert, panisch, zertrommelt auf einem Hippie-Festival in Oregon:
    „Those are some serious drums.“
    Anything you say sounds like the understatement of the century.
    But to get hyperbolic at all would be to hint dreadfully at the truth that no hyperbole whatsoever is possible—that is, it’s hopelessly impossible to exaggerate the unprecedented impact of those drums.
    And the sinister, amused, helpless, defeated, worshipful, ecstatic, awed, snide, reeling, happy, criminal, resigned, insinuating tone of the message of those drums. Above all we don’t wish to make the grave error of hinting at the truth of those drums and then, perhaps, give way to panic. Panic at the ultimateness—panic at the fact that in those drums, and with those drums, and before those drums, and above all BECAUSE of those drums, the world is ending. THAT one is one we don’t want to touch—the apocalypse all around us. These concepts are wound up inside the word „serious“ like the rubber bands packed explosively inside a golf ball.

    The Manhattan Review Of Art.