„ER SPRAYT, ABER LEGAL“
Die Körperzeit beginnt, deadass. Die Menschen legen die Kleidung ab, werden jetzt zu nackteren shapes and forms, anatomische Eigentlichkeit, Haut und Impulse. Man geht an stinkenden oder frisch gewaschenen Körpern vorbei. What is a landscape?
Mit angenehm kühlem Wind im Nacken geh ich zu meiner neuen Eisdiele, jetzt schon drei Mal innert vier Tagen. Gestern bekam ich, zum testen, eine kleine Schippe von dem Heidelbeereis zu meiner Kugel. Puh, es war leider zu gut, ich muss mich ein bisschen zusammenreissen mit dem Eisessen, mit der Sorte Heidelbeere jetzt vor allem.
Fernande Oliviers „Picasso und seine Freunde“ hat mich die Tage beschäftigt, als kleine Pause zu Malcolm Lowry und René Halkett, in dem ich jetzt wieder lese und deswegen Teilzeit im Deutschland der 1920er Jahre verbringe. Was beide Bücher verbindet, ist die lebendige Vermittlung von interessanten Details, von Aspekten des Alltags und Umgangs, die in der größeren Spanne historisierender Texte meist zugunsten des big picture weichen müssen. Das Buch von Olivier hab ich auf eine Art getrunken, wie einen neuen Drink, dessen Aroma man sich für eine kurze Zeit gerne ergibt. Außerdem natürlich der Umstand dieser fast übertriebenen Dichte der Konstellation dieser Maler da, wie komisch mir das vorkam dann beim Lesen, all diese historischen Figuren verteilt in einem überschaubaren Radius um den Bateau Lavoir. Schöne Sätze wie: Deutsche von seltsamem Aussehen kamen zu Picasso. Ich bekam durch das Buch und die Beschreibungen auch so eine Lust aufs Zeichnen, auf die Rustikalität von Tinte und Kohle, auf die Power der zweiten Dimension. Wie das alles so funktioniert—ich hoffe, es bleibt ein Rätsel.