HUMAN SUFFERING DOESN’T SELL TICKETS IN KANSAS CITY
Bei Bittner lag ein Buch von Thomas Melle, über die Beastie Boys als “beste Band der Welt”, irgend so ein maskulines Superlativ-Ansagen-Ding. Was für ein Umstand, ein ganzes Buch darüber, dacht ich da. Im Prinzip hab ich nichts gegen die Beastie Boys, sie interessier(t)en mich einfach nicht. Mir ist nicht klar, in was für einer Verfassung ich sein müsste, um ein Begehren nach den Beastie Boys zu spüren. Ich bin ja nicht 17. Darüber war ich so ein bisschen traurig geworden: die Beastie Boys als höchste Form des musikalischen Weltangebots, von einem was, 50jährigen? Und dann, vielleicht auch, obwohl’s hart klingt, ein bisschen froh darüber, in diesem Falle nicht Melles Leben geführt haben zu müssen, um zu diesem Schluss zu kommen. All das in 20 Sekunden. Und ein Tag hat wieviele, 86400?
Abgeholt dafür das Atticus Lish Buch. Die neuen McCarthy-Bücher hat Bittner in so einer attraktiven Doppel-Kassette da, verschweißt. DAS BUCH–wie kann ein Objekt immer noch so geheimnisvoll sein, nach all der Zeit. Vorne, da ist das Cover, und was dahinter ist, das sieht man nicht.
Es ist kalt und trocken. Ich bin im Griechencafé. Alle sprechen Griechisch, und ich verstehe nichts. Wunderschön. Die Tage hatte der Typ hier mir, meine nach einem Snack scannenden Äuglein interpretierend, angeboten, ein Rührei zu machen. Mit einem Rührei kann man manchmal mein Herz gewinnen, isso.
Ich bin beeindruckt
von Kroatien
Manchmal kommt die Frage auf, unter meinen peers, wie wir unsere eigene Kunstsammlung starten würden. Vier wüsste ich sofort: ich will einen Milton Avery, ich will einen Sargent, ich will einen Kienholz und ich will eine Rosemarie Trockel. I’d go from there.
„The scene had an African quality about it: the nonchalance of the passers-by contrasted with the woman’s plight“