AUS DEN PRODUKTIVITÄTSLÜCKEN
Nirgends ungeräumter, bröckelnder Schnee, grau und schwarz marmoriert von den Auspuffen der Busse, aufgeworfen und durchpflügt, the many states of water. Winter is a distant cousin.
Die Zeit ist kein Fluss, aber Zimmer: aus den Zeitungen kommt die harte harte, kalte kalte Welt. Dort finde ich zumindest die Dunkelheit des Winters, der hier draussen ausbleibt.
(Ich dachte eher an einen Charles M. Schulz-Winter.)
Aber schon in 50 bis 100 Jahren auch nicht mehr, lese ich in einem Bericht über den Golfstrom, der auf dem Sterbebett liegt, dem grössten und flüssigsten der Welt.
Der Winter wird kommen, das wird dort gesagt, für die Menschen DANN, und wie klar und frei von Ornament diese Sätze dort stehen in dem Text, IN TEXT, dieser so unendlich schönen abstrakten Form, schwarze kleine Striche und Punkte und ihre Winkel, komplizierte Bögen, die bezeichnen, was ist, was sein wird, erwachsen und urteilsfrei, und noch der ärmste Ficker auf Erden mag sich dieses Werkzeug selbst nehmen, Sätze zu bauen, die….
Ok. Was noch? Pippo kam im Atelier vorbei, mir das nun gedruckte und gerahmte Foto zu bringen, das ich mir von ihm gewünscht hatte. Direkt von seinem Instagram Account her hatte ich es sanft gefordert. Danke, Pippo. Ich denke auch wieder oft ans Fotografieren, Mittelformat Dias, wie ich es im Studium gerne gemacht habe. Aussuchen, Zufälle bemerken, Aufbauen, Draufdrücken, Ist es was geworden? Ich weiss es nicht, Ich werds sehen, Wiederholung. Mich interessieren so viele Dinge. Das ist natürlich logisch und schön. Angesichts eines linearen Zeitverständnisses aber auch ein Problem.
12:34h. Dieses Journal ist nun, unsichtbar und hinter den Kulissen, umgezogen. Neues Hosting, neue Disziplin fürs Journalschreiben. Wie einer, der von einer langen Reise in ein aufgeräumtes Haus zurückkehrt.
Das erhofft sich, ganz herzlich, Ihr
Roger Williams, Providence