• Sonntag, 23.10.2022

    FOR THE UNEMPLOYED AND UNDERPAID

    Die schönste Bassline des Tages haben Pinback mit “Loro”, und das ist auch schon alles, was es braucht für a good time.

  • Samstag, 22.10.2022

    TIJERAS CANYON, ALBUQUERQUE

    Ein wirklich schöner, winterblautürkiser Himmel, metallisch, und auf dem Balkon, hinten gegenüber im Hof, den ich in der Spiegelung auf meinem gekippten Fenster sehe, drehen sich zwei bunte-wie heißen diese Dinger-ROTORSPIRALEN, sagt die Webseite der Firma Papstar. Das sieht schön aus.

    Die Tage, in denen ich mit leider falscher Da-arbeite-ich-mich-durch-Attitude zu einem Resultat komme, das dann auch wirklich, wie zu erwarten war, irgendwie sinnlos ist, tun nicht mehr soo weh. Sie bleiben aber nasser Sand in meinen Hähnchen.

    Gestern in der U-Bahn, und das hab ich schon paar Mal beobachtet, textete so ein echt lustig aussehender Alki-Typ, mit so einem extrem funny Schnurrbart und einem Bandana, Lederweste und einer völlig bescheuerten Sonnenbrille auf, einfach so ein junges Paar zu, das ihm gegenüber saß. Das fand ich so lustig in dem Moment, so lässig. Der redete so klar, lallte nicht oder kasperte rum, lächelte dabei so souverän, das hatte was extrem chefmässiges, wie der den netten Normalos da seinen Labertext aufschmierte. Das bringt mir jetzt noch gute Laune. Die SPD sollte den “aufstellen”.

    Flasche Hervé Villemade Bovin kostet 21 Euro.

    Bin wieder ein Träumer. Nightdreamer that is. Bitte verschon mich mit den Inhalten­­—klar Papi, wird gemacht.

  • Mittwoch, 19.10.2022

    THE HORSES WE RIDE

    Die Seite von DAMAGED. Was sagt man da, ist das ein Blog, ein Magazin, ein Kultur-Polit-Gesellschafts-Portal, ein Substack? Ein Online-Magazine, ok. Les ich gern. Neuester Text: Does it matter that Contemporary Art doesn’t tell us about Society anymore?
    Ich denke: ich glaube trotzdem, ich versuchs. Und: worüber sonst? Und auch Abwesenheit ist ja Wesenheit. Ok, ich lass es mit den Heideggerchens. Ob ich das qua Natur KANN oder NICHT KANN, das übderdieGesellschaft, das sollen andere beschreiben.

    Heute früh aus sehr düster-kreativen Träumen erwacht. Draußen war es noch sehr dunkel. Nennt man das Solar-plexus-Gefühl der Scheingewissheit, als seien diese Dinge aus dem Träumen bereits als Wirklichkeit, als Geschehenes im Gedächtnis abgelegt eine depressive Krankheit? Was ist da der Stand? Ich bin mir ziemlich sicher, so ein verwandtes Gefühl bereits aus der Kindheit zu kennen. Und dennoch: ich würde sagen, ich bin eigentlich ein eher gutgelaunter Mensch. Oft zapfe ich genau diesen Gedanken an, die Gewissheit, dass ich das bin. Mich aus dem Schlamm zu ziehen, he who dives deep comes up muddy, murky waters, all das. Für mich gehört das einfach dazu, zu dem Deal, den wir alle eingehen. Darum, vielleicht, finde ich, sind mir viele Leute zu weich, wenn sie erste größere Widerstände spüren, und sich dann auf den Rücken legen und in aller Anderen Sphären reinheulen. Diese Haltung wiederum, leider, hält mich aber wahrscheinlich davon ab, in manchen Momenten zu sagen: Moment mal, jetzt brauch ich mal etwas mehr Unterstützung, Wohlwollen, Support. Ich denke an den schönen Satz: he died from encouragement.

    Die Sonne scheint jetzt, glaubt man’s.