NORTH, SAINT, CHICAGO, PSALM
Träume. Grundsätzlich, für mich, uninteressant. Carsten Höller nannte sie neulich in einem Interview “Exkremente des Hirns”, und Max Goldt schrieb mal, Träume seien dafür da, dass man sich im Schlaf nicht langweilt. Im Prinzip gehöre ich zu dieser Schule des Denkens. Zum Traum.
Mir fällt der Aal ein, den der japanische Koch mit einem spitzen Keil, durch den Kopf gebohrt, am Schneidebrett fixiert. Noch während der Koch den Aal der länge nach halbiert, ergeht sich der blass schimmernde Schlauch in letzten Windungen, fließt ihm die letzte Elektrik durch die Aalmuskulatur, und kräuselt mit einem Mal alles Restleben aus ihm heraus.
Dennoch kurze Notiz heute zum Thema, Traum that is: im Traum nämlich hielt ich eine Art Vortrag, äußerte mich ausführlich auf Nachfrage über meine Kunst / geht auch, obwohl Kunst nicht = Arbeit sondern Kunst = Kunst: meine Arbeit / geht gar nicht: mein Werk / am ekelhaftesten: meine künstlerische Praxis / und dann wachte ich plötzlich auf, und lag angenehm wach da, blickte in einen noch dunkelgrauen Morgen, und hatte kurz das Gefühl, als hätte ich das wirklich auch gesprochen, mein Mund fühlte sich so an, als hätte er all das Zeug auch wirklich gesagt. Aber ich glaube nicht. Obwohl, man hatte mir mal gesagt, ich hätte im Schlaf gesprochen, ab und zu. Es bleibt unklar.
FedEx Priority heißt wirklich: in weniger als 24 Stunden von Köln nach NY.
Postkarten nur noch mit FedEx Priority, schneller als Emails?
13:09h
Reporting live from Assclown Ave
In der Museumsbibliothek <3
Die spanische Frau hat grade Pause, jetzt wird sie von einer Art Goth-Girl vertreten, die, bis grade noch, mit gefalteten Händen und demütig gen Boden schauend hinter der kleinen Plexiglasschutzwand (portabel) saß. Aus dem Besitz ausgedachter Fürstbischöfe, 1785-2022.