13:21h. Der längere Schnabel, die bräunliche Sprenkelung am Bauch spricht für eine Drossel, oder? Elegant, und dabei fast unnötig umständlich steht sie da mit ihren dünnen Beinchen auf dem Rand des Vogelhauses, und dreht sich seitlich zur Futterfläche hin, und ihre Flanke schimmert schwarzbraun, dann bronzen fast. Ich beneide die Vögel darum, wie sie dann einfach abheben und sich ganz locker oben auf dem Arm des Baukrans niederlassen können, der sich hier, direkt hinter dem Apfelbaum des Nachbarn, hinter dessen Haus, emporhebt, groß und merkwürdig nah, mich von weit oben herab beobachten. Zarter Neid auf die Fähigkeit, schnell große Distanzen herzustellen. Die Vögel machen insgesamt ziemlichen Betrieb heute hier, wie nervöse Teenagerjungs in Triebspannung hängen die Sperlinge oben in den Kronen, schreien herum, fliegen weg, um kurz danach im Rudel wiederuzkommen, nur um irgendwas zu machen. Jetzt schaute mich grade, als ich das schrieb, ein knallrotes Eichhörnchen direkt an, legte die Nuss ab und… wie ein Disneyfilm hier. Es ist nicht grade kalt, würde man sagen, und ich lese auf der Sonnenliege, mit Decke. I am, indeed, a simple man.