STÜCK MELONE
Seit gestern steckt mein Kopf hauptsächlich in einem Nebel, ich bin halbmüde, halbwach, halbklar und halbbeschäftigt. Ein Power-Nickerchen gestern brachte keine Abhilfe, es geht einfach direkt weiter mit dem Zustand. Wetter? Ich hab keine Ahnung, ob das stimmt, aber was stimmt, ist, daß sich das Wetter seit zwei Tagen nicht so recht entscheiden kann, was es nun will, sein will, und bei solchen Tagen hauts mich oft raus, so ist es zu beobachten. Heute Morgen beim Rühreifrühstück mit Lukas, Lukas so “und da hab ich mich testen lassen”, und da fiel mir überhaupt ein: mei, vielleicht hab I a Coronerl jetzta. Da war ich gar nicht drauf gekommen, auf das Corona-Ding. Haha. Also bin ich eben zum 3-Euro-Testen, aber das Ergebnis war negativ. Ich bin vielleicht einfach nur durch, müd, vielleicht sogar reif für das, was die Menschen “Urlaub” nennen. Jetzt hängen hier wieder so Wolken mit graulackierten Bäuchen, und es ist so ein Zwischen-etwas, warm und kühl gleichzeitig, höchst neurotisch und volatil und unklar und ich möchte nur liegen und Samuraifilme schauen. Was mich jetzt beleben könnte, wäre so eine extreme Fremdheit, ich müsste jetzt auf einmal auf Ibiza sein, mitten unter so langweiligen Gestörten, und ich würd dann so Urlaub machen, um diese Leute herum, so ganz demonstrativ und bisschen doof mit Buch, Kaffeechen, früh ins Bett, no drugs, und die bloße physische Nähe dieser Leute und Umgebung würde mir schon reichen, als würden die stellvertreterartig da für mich “mitfeiern”. Ich muss nur sitzen und gähnen und meine Poren bisschen von der Sonne bescheinen lassen, Tintenfische essen, und den streunenden Kätzchen Namen von Mafiatypen geben, zB “Fat Tony”.
