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Manchmal—nicht so oft—falle ich plötzlich aus dem Nachtschlaf heraus in einen abrupten Augenaufschlag, angegangen von tonnenschwerdüsteren Traumgebilden, chlorin beleuchteten Angstlandschaften, die am Rande des Wachwerdens nachflackern, und deren psychologischer Lärm noch böse und polyphon nachklingt. Erstmal auch keine Linderung in Sicht, da im Blickfeld, im Whiteout eines Werktagmorgens. Thema ist immer Versagen. Thema ist immer die Kunst als Form und Mechanismus des sozialen Niedergangs, meines sozialen Niedergangs, denn die Zukunft bleibt als Konzept auch im Kopf desjenigen bestehen, dessen Hals (vielleicht) bereits in der Schlinge steckt, wie es Nate West schreibt in Kapitel 4.
Den Regen not Reagan gestern kündigte ein Geflecht aus langgezogenen, fast die ganze sichtbare Waagerechte einnehmenden Schlieren von Cirrus an, die fransig und wie nachlässig miteinander verwebt im zu diesem Zeitpunkt noch blauen Himmel hingen. Die Tage davor schon kamen die Winde, die nun endlich, WIRKLICH, alles herbstmässig herrichten, die Blätter von den Bäumen holen und allerlei Farbe am Boden verteilen. Busy are the eyes und die Nüstern (🐎).
Ein Verbund von kugelrunden Meisen schwirrte die letzten Tage, Wochen, hier umher, am Felsfenster morgens, und manchmal höre ich es klackern auf dem Fensterbrett, ihre winzigen, dünnen Läufe, dann doch so deutlich wahrnehmbar, sehr süss und funny. Bei facts and fiction in Sachen Fragilität und winzige Körperchen vernehme ich eine deutlich angestiegene Sensibilität.