• Freitag, 1.4.2022

    SCHMERZBILD MIT EICHHÖRNCHEN, 1526

    Der Bayern-Trainer, Nagelsmann, meinte eben in einem Interview über den sog. Fitnesszustand von Stürmer Lewandowski, daß Lewandowskis “Schmerzbild” noch keine “Zweikämpfe zulasse”. Das Schmerzbild also. In Painting steckt ja auch PAIN.

    Gestern kam auch, ich aß grade Erbsen beim Inder, der Anruf von der Druckwerkstatt: Herr Sünnen meint, der von mir angedachte Prägedruck funktioniere, man “könne es erkennen”. Punchline: for an Excess of Interiority

    Neues Album von Duster. Ich hab ja doch noch Gefühle.

  • Mittwoch, 30.3.2022

    DER TAG & DER EQUALIZER

    Hier jetzt das Tröten eines Vogels, über mir, durch einen bewölkten Himmel fliegt er, dahinter, in zweiter Tonspur, wird gezwitschert, ganz fein und hochfrequent. Zwitschern macht alles noch leiser, friedlicher, wie geht das eigentlich, es sind doch eigentlich Spitzen, aber sanft wie ein Rund.

    Seit einer Woche räume ich das Atelier auf. Zeug, Kisten. Ich bewahre Dinge auf, von denen ich immer noch nicht genau weiß, was damit passieren soll. Und bewahre weiter. Und ich habe schon wieder ganz vergessen, wie das geht: “Kunst machen” “Anfangen”. Das ist aber okay, das ist NORMAL, wie man sagt. Ewiges Trainingsprogramm: Akzeptanz von Mangelgehalt, bzw. Akzeptanz der ständigen Hemmungen der größeren Idee von Nachvorne, Weiterkommen, working and living as. Aber wie die Kunst selbst, für mich, umwegreich sein sollte, so vielleicht auch der Weg—

    Das Eliot Weinberger-Buch habe ich jetzt schon zum dritten Mal verloren, anscheinend. Dieses eine Buch, aus den ganzen anderen, die ich so oft mitschleppe irgendwohin. Jetzt muss ich es wieder kaufen. Das ist doch schon fast erotisch.

  • Dienstag, 29.3.2022

    ERNST JÜNGERS 127. GEBURTSTAG

    Alles eine Masse grade, die ich nicht richtig beherrschen kann. Es rauscht und brummt, aber wenn ich mich zum Schreiben hinsetze, kommt nichts, es bleibt diese große horizontale Ansicht von allem gleichzeitig, der ich nicht gerecht werden kann. Unschönstes Gefühl ist das der Vereinsamung bei lebendigem Leibe. Nicht irgendwo in der Ferne, sondern hier, wo man immer nicht einsam war, bisher. Je älter ich werde, desto weniger verstehe ich. Oder ich habe früher einfach weniger versucht, zu verstehen.

    Hier bekomme ich grade mit, was eine Hochzeitstorte kostet, eine “Sechzehner” (?), ich glaube 200 Euro wurde aufgerufen.