ES GIBT LEBEN UNTER DEN NEBENSONNEN
Von der Transparenz und der schimmernden Farbigkeit der dunklen und dunkelsten Schatten und Tiefen bei the very late spaniard Velázquez, zum Samstagmittag in seuchendynamischer Republik. Der Himmel schwimmt grad in Blau, gelblich-weiß die Wolken ausgebleicht. Andere Wolken, klein und von dunklem Violett, bizarr geformt wie die zerdrückten Körper kleiner Spinnen, ziehen vorüber in merkwürdiger Revue. Manche, so scheint es, werden von den Häusern selbst ausgespuckt.
Sterben innerhalb von wenigen Stunden Bogdanovich und Poitier. Ich muss mir The Last Picture Show nochmal anschauen, und vielleicht auch alles andere noch. Auf dem Nachhauseweg höre ich mir das Bogdanovich-Interview aus 2015 nochmal an, vielleicht mit das Beste, was Marc Maron je geführt hat. Ich habe eine kindliche Freude daran, solchen Leuten mit ihren 20. Jahrhundert-Biografien zuzuhören. Ich meins wirklich so: wenn ich sowas höre, bekomme ich selbst wirklich Lust auf Leben. Die Welt sollte sich gefälligst verhalten DEMENTSPRECHEND.
Deutschland selbst, als reale Umwelt, immer mehr etwas, das ich wie einen Verwandten mit leichten Hirnschäden betrachte. Fürsorge und blanke Verachtung durchwaschen mich tageweise. That’s all folks.